Die Originalausgabe erschien 2010 unter dem Titel




НазваниеDie Originalausgabe erschien 2010 unter dem Titel
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Дата29.01.2013
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Die Eingangshalle


I.


Kein Raum ist im Laufe der Jahrhunderte in seiner Bedeutung tiefer gesunken als die Eingangshalle. Heute putzt man sich dort die Schuhe ab und hängt die Mütze auf, doch einst war es der wichtigste Raum im ganzen Haus. Ja, lange Zeit war die Halle das Haus. Um zu erzählen, wie es dazu kam, muss ich auf die frühen Anfänge Englands vor eintausendsechshundert Jahren zurückgehen, als ganze Bootsladungen voller Menschen vom europäischen Festland anlandeten und auf absolut mysteriöse Weise alles übernahmen. Wir wissen erstaunlich wenig darüber, wer diese Leute waren, und das bisschen, was wir wissen, ergibt oft keinen Sinn. Doch mit ihnen beginnt die Geschichte Englands und des modernen Hauses.

Normalerweise wird es ja immer so geschildert, als sei es völlig unkompliziert gewesen: Im Jahre des Herrn 410 brach das Römische Reich zusammen, die Römer zogen sich konfus und in großer Eile von den Britischen Inseln zurück, und germanische Stämme — die Angeln, die Sachsen und Jüten aus tausend Schulbüchern — kamen in Scharen und nahmen ihren Platz ein. Doch alles deutet darauf hin, dass es ganz so nicht war.

Erstens kamen die Invasoren nicht in Scharen. Nach manchen Schätzungen kamen in den hundert Jahren nach dem Rückzug der Römer womöglich nicht mehr als zehntausend Fremde nach Britannien — im Durchschnitt also gerade mal hundert Menschen pro Jahr. Die meisten Historiker halten diese Zahl für viel zu niedrig, mit gesicherten Angaben können sie aber auch nicht aufwarten. Und überhaupt, es kann auch keiner sagen, wie viele einheimische Briten da waren, um die Invasoren freundlich oder unfreundlich zu begrüßen. Die Zahlen schwanken zwischen 1,5 und fünf Millionen — schon das allein zeigt, wie wenig über die Periode bekannt ist, mit der wir es zu tun haben. Beinahe sicher scheint nur zu sein, dass die Eindringlinge denen, die sie eroberten, zahlenmäßig weit unterlegen waren.

Warum die besiegten Briten weder die Mittel noch den Mumm besaßen, sich effizienter zur Wehr zu setzen, ist schlicht unerklärlich. Schließlich gaben sie eine Menge auf. Fast vier Jahrhunderte lang hatten sie zur mächtigsten Zivilisation auf Erden gehört und deren Wohltaten genossen — fließendes Wasser, Zentralheizung, gute Verkehrswege, vernünftige Regierungen, heiße Bäder. Ihre ungehobelten Eroberer aber kannten dergleichen nicht und freundeten sich auch nicht damit an. Wie indigniert die Einheimischen waren, als sie feststellen mussten, dass sie von analphabetischen, ungewaschenen Heiden aus den waldigen Rändern Europas überrollt wurden, kann man sich leicht denken. Doch ändern ließ es sich nicht. Unter der neuen Herrschaft gaben sie fast alle materiellen Annehmlichkeiten auf und bekamen sie tausend Jahre lang nicht wieder.

Es war die Zeit der Völkerwanderung, als überall ganze Stämme — die Hunnen, Wandalen, Goten, Westgoten, Ostgoten, Ungarn, Franken, Angeln, Sachsen, Dänen, Alemannen und viele mehr — eine seltsame, offenbar unstillbare Rastlosigkeit an den Tag legten, wie eben auch die Eindringlinge, die nach Britannien kamen. Den einzigen uns erhaltenen schriftlichen Bericht über das Geschehen hat ein Mönch namens Beda, der Ehrwürdige, dreihundert Jahre später verfasst. Beda erzählt uns, dass die Neuankömmlinge aus Angeln, Sachsen und Jüten bestanden, doch wer genau sie waren und in welcher Beziehung sie zueinander standen, erfahren wir nicht.

Die Jüten sind ein vollkommenes Rätsel. Gemeinhin nimmt man an, dass sie aus Dänemark kamen, weil es dort eine Provinz namens Jütland gibt. Doch der Historiker F. M. Stenton wies darauf hin, dass Jütland seinen Namen lange nach dem Weggang der Jüten erhielt, und ein Gebiet nach einem Volk zu benennen, das gar nicht mehr dort ist, wäre schon sehr ungewöhnlich. Aber wie dem auch sei, Jótar, das altnordische Wort, von dem Jütland stammt, hat nicht notwendigerweise, ja nicht einmal plausibel, etwas mit einer Gruppe oder einem Stamm zu tun. Beda erwähnt im Übrigen als Einziger die Jüten, und auch nur einmal und nie wieder. Manche Forscher glauben sogar, dass die Erwähnung eine Hinzufügung von späterer Hand ist und gar nicht von Beda stammt.

Die Angeln sind kaum weniger obskur. Da sie von Zeit zu Zeit in europäischen Texten erwähnt werden, können wir wenigstens davon ausgehen, dass sie existierten. Doch nichts deutet darauf hin, dass sie sonderlich relevant waren. Falls sie gefürchtet oder bewundert wurden, dann eher im kleinen Kreis. Deshalb ist es höchst ironisch, dass ihr Name mehr oder weniger zufällig an einem Land hängen blieb, zu dessen Entstehung sie keineswegs viel beigetragen haben.

Damit bleiben nur die Sachsen, die sich ohne jede Frage auf dem europäischen Kontinent herumtummelten — davon legen noch im heutigen Deutschland Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie die Sachsen-Coburgs und ihresgleichen Zeugnis ab —, aber sich offenbar durch nichts hervortaten. Das Beste, was Stenton über sie sagen kann, ist, dass sie der »am wenigsten dubiose« der drei genannten Stämme waren und im Vergleich zu den Goten, die Rom plünderten, oder den Wandalen, die über Spanien herfielen, keine besondere Rolle spielten. Allem Anschein nach wurde Britannien nicht von Kriegern, sondern von Bauern erobert.

Außer ihrer Sprache und DNA brachten sie kaum etwas Neues mit. Nichts an ihrem technischen Entwicklungsstand oder ihrer Lebensweise bot auch nur die geringste Verbesserung gegenüber dem, was es schon gab. Beliebt können sie nicht gewesen sein, großen Eindruck auch nicht gemacht haben. Doch aus irgendeinem Grunde hatten sie einen so tiefgreifenden Einfluss, dass heute, mehr als eineinhalb Jahrtausende danach, vieles von ihrer Kultur noch in der britischen zu finden ist. Wie zum Beispiel, dass die Engländer zwar nichts über ihren Glauben wissen, aber immer noch drei ihrer Götter,Tyr,Wotan und Thor, mit den Namen ihrer drei mittleren Wochentage Tuesday, Wednesday und Thursday ehren. An Odins Frau Frigg wird jeden Freitag, Friday, erinnert. Das ist doch ganz schön nachhaltig.

Die Neuankömmlinge löschten die bestehende Kultur einfach aus. Die Römer waren exakt 367 Jahre in Britannien gewesen und die Kelten mindestens eintausend, doch jetzt war es, als hätten beide nie existiert. So etwas geschah nirgendwo sonst. In Gallien und auf der Iberischen Halbinsel ging das Leben nach dem Abzug der Römer im Großen und Ganzen weiter wie zuvor. Die Bewohner hielten an ihrer Version des Vulgärlateins fest, das sich schon zum modernen Französisch und Spanisch entwickelte, die Regierung blieb, die Geschäfte blühten, Münzen blieben im Umlauf, die Strukturen der Gesellschaft intakt. In Britannien aber hinterließen die Römer kaum fünf Worte und die Kelten nicht mehr als zwanzig, meist geografische Namen, die für Britannien typische landschaftliche Merkmale bezeichneten.

Nach dem Abzug der Römer flohen ein paar Kelten nach Frankreich und gründeten die Bretagne. Andere kämpften und wurden erschlagen oder versklavt. Doch die meisten scheinen die Invasion akzeptiert und ihr Leben nach dem Motto »Pech gehabt!» den neuen Bedingungen angepasst zu haben. »Große Gemetzel und Blutvergießen waren vielleicht gar nicht nötig«, erzählte mir einmal mein Freund Brian Ayers, der schon genannte ehemalige Grafschaftsarchäologe von Norfolk, als wir das Feld hinter meinem Haus betrachteten. »Wahrscheinlich schaute man eines Tages auf sein Feld und sah, dass dort zwanzig Leute campierten, und langsam dämmerte es einem, dass sie nicht mehr verschwinden, sondern einem das Land wegnehmen würden. Sicher, ein paar blutige Zusammenstöße gab es hier und dort, doch insgesamt, glaube ich, lernten die Menschen, sich den dramatisch veränderten Lebensumständen anzupassen, und damit hatte es sich.«

Es gibt etliche Berichte über Schlachten. In einer am Crecgan Ford (wo der war, weiß man nicht) sollen viertausend Briten gefallen sein, und uns ist natürlich auch so manche Mär von der tapferen Gegenwehr König Artus' und seiner Mannen überliefert. Aber mehr als Mären und Sagen haben wir wiederum nicht. Nichts, was die Archäologie bisher gefunden hat, deutet auf Massenmord oder ganze Bevölkerungen hin, die vor den heranbrausenden Invasoren geflohen sind. Nicht nur waren die Eindringlinge keine mächtigen Krieger, sie waren, soweit man das sagen kann, noch nicht einmal gute Jäger. Alle archäologischen Befunde zeigen, dass sie vom Moment ihrer Ankunft an von Haustieren gelebt und so gut wie nicht gejagt haben. Auch Ackerbau scheinen sie sofort weiterbetrieben zu haben. Nach dem wenigen, was man herausgefunden hat, ist der Übergang so glatt verlaufen wie ein Schichtwechsel in einer Fabrik. Das wiederum kann gar nicht so gewesen sein, aber wie es wirklich war, werden wir wahrscheinlich nie erfahren. Es wurde eine Zeit ohne Geschichte. Britannien war nicht mehr nur am äußersten Zipfel, sondern jenseits der bekannten Welt.

Selbst das, was wir dank der Archäologie wissen, ist oft schwer zu verstehen. Zum Beispiel wollten die Neuankömmlinge offenbar nicht in den römischen Häusern leben, obwohl sie nur hätten zugreifen müssen. Die Häuser waren solide gebaut und weit, weit besser als alles, was sie in der Heimat gehabt hatten. Trotzdem ließen sie die Finger davon und errichteten, oft direkt neben den verlassenen römischen Villen, viel primitivere Bauten. Auch an den römischen Städten hatten sie kein Interesse. Dreihundert Jahre lang stand London großteils leer.

Auf dem Festland hatten die germanischen Völker hauptsächlich in Langhäusern gelebt, einem »klassischen« Bauernhaus, in dem das Vieh am einen und die Menschen am anderen Ende wohnten, aber auch solche Langhäuser bauten sie in den nächsten sechshundert Jahren nicht. Keiner weiß, warum. Stattdessen stellten sie seltsame kleine Hütten in die Landschaft, sogenannte Grubenhäuser, die man von Rechts wegen eigentlich gar nicht als Häuser bezeichnen kann. Ein Grubenhaus bestand nämlich nur aus einer knapp fünfzig Zentimeter tiefen Grube mit schrägen Innenwänden, über der ein kleines Haus errichtet war. In den ersten beiden Jahrhunderten der angelsächsischen Besetzung waren das die zahlreichsten und offenbar wichtigsten neuen Gebäude im Land. Viele Archäologen meinen, dass über die Grube ein Boden gelegt war und sie damit zu einem flachen Keller wurde, dessen Zweck allerdings unklar ist. Die beiden am meisten verbreiteten Theorien besagen, dass man die Gruben zur Vorratshaltung benutzte. Dafür spräche, dass verderbliche Dinge in der kühlen Luft unten weniger schnell verdarben. Zum anderen meint man, dass die Gruben angelegt wurden, um die Luftzirkulation zu verbessern und die Bodenbretter vor dem Verrotten zu bewahren. Doch die Mühe, solche Löcher auszuheben — manche waren sogar aus Felsgestein herausgeschlagen —, steht in krassem Missverhältnis zur eventuellen Verbesserung der Luftzufuhr, und man hält es sowieso für extrem unwahrscheinlich, dass bessere Luftzirkulation dazu beigetragen hätte, dass Vorräte und Bodenbretter sich länger hielten.

Das erste Grubenhaus fand man im Jahre 1921 — erstaunlich spät, wenn man bedenkt, wie viele es gab (das weiß man aber erst jetzt) — bei einer Ausgrabung in Sutton Courtenay, jetzt in Oxfordshire, damals in Berkshire. Der Entdecker war Edward Thurlow Leeds vom Ashmolean Museum in Oxford, und der Anblick, der sich ihm bot, behagte ihm, ehrlich gesagt, nicht. In einer Monografie aus dem Jahr 1936 ereiferte er sich, dass die Menschen, die darin wohnten, »im Grunde wie Eiszeitmenschen in Höhlen hausten« und es darin so schmutzig sei, dass man »es als moderner Mensch gar nicht glauben mag«. Die Leute hätten »in Dreck und Abfall, zerbrochenen Knochen, Essen und Tonscherben gelebt [...] unter Bedingungen, wie man sie sich primitiver gar nicht vorstellen kann. Auf Sauberkeit legten sie offenbar keinerlei Wert, sondern warfen die Reste einer Mahlzeit fröhlich in die entfernteste Ecke der Hütte und ließen sie dort liegen.« Für Leeds waren die Grubenhäuser offenbar ein Verrat an der Zivilisation.

Fast dreißig Jahre lang herrschte diese Ansicht vor, doch dann begannen Fachleute allmählich zu hinterfragen, ob die Menschen wirklich in diesen komischen kleinen Behausungen gewohnt haben. Sie waren winzig — im Allgemeinen nur etwa zwei mal drei Meter — und hätten selbst für den kleinsten Kleinbauern ein extrem enges Hüttchen abgegeben, besonders wenn ein Feuer darin brannte. Doch eigentlich blieb für Menschen gar kein Platz, wenn die Feuerstelle 2,2 Meter einnahm und das Grubenhaus selbst nur 2,8 Meter in der Breite maß. Vielleicht waren also die Grubenhäuser gar keine Wohnhäuser, sondern Werkstätten oder Vorratsschuppen, obwohl die Frage, wozu der unterirdische Teil nötig war, auch dann noch nicht geklärt ist.

Gott sei Dank brachten die Neuankömmlinge, die Engländer, wie wir sie von nun an nennen können, einen zweiten Gebäudetyp mit, von dem es viel weniger gab, der aber letztlich bei Weitem wichtiger wurde. Er war viel größer als ein Grubenhaus, ein schlichtes, scheunenähnliches Gebilde mit einer offenen Feuerstelle in der Mine. Das Wort für diese Art von Haus war im Jahre 410 schon alt und wurde jetzt eines der ersten Worte im Englischen. Die Häuser hießen halls, im Deutschen Hallenhäuser.

In dieser weitgehend leeren, immer verqualmten, riesigen Kammer fand praktisch alles Leben bei Tage und bei Nacht statt. Familie und Gesinde aßen zusammen, schliefen zusammen und kleideten sich zusammen an — »eine Gepflogenheit, die weder der Behaglichkeit noch den Regeln des Anstands förderlich war«, bemerkte J. Alfred Gotch mit einem deutlichen Mangel an Behagen seinerseits in seinem Klassiker Das Entstehen des englischen Hauses im Jahre 1909. Während des gesamten Mittelalters bis weit ins fünfzehnte Jahrhundert hinein war die hall das Haus, ja, es wurde sogar Brauch, komplexere Gebäude so zu nennen, wie die Hardwick Hall oder Toad Hall (aus dem Kinderbuchklassiker Der Wind in den Weiden — in der deutschen Fassung von Harry Rowohlt heißt das Schloss Krötinhall).

Alle unter einem Dach — Diener und unterhaltsbedürftige Bekannte und Verwandte, die Witwen des vorherigen Besitzers und alle anderen fest Dazugehörenden — galten als ein Haushalt. Beim Essen indes nahmen der Hausherr und seine unmittelbare Familie im wahrsten Sinne des Wortes eine Sonderstellung ein. Sie saßen an leicht erhöhter (und möglichst wenig zugiger) Stelle im Hallenhaus auf einer Art Podium — ein Brauch, an den immer noch die high tables in britischen Colleges und Internaten erinnern, die natürlich ein Gespür für alte Traditionen haben oder gern so tun. Der Herr des Hauses, des »hus«, war der huseband, der Haushälter oder Hausbesitzer, aus dem im Englischen, wie bekannt, viel, viel später der husband, der Ehemann, wurde.

Selbst die feinsten Häuser hatten nur drei oder vier Bereiche im Inneren: die Halle selbst, eine Küche und vielleicht eine oder zwei Seitenkammern, in die sich der Haushaltsvorstand zurückziehen konnte, um private Dinge zu erledigen. Im neunten, zehnten Jahrhundert gab es dann auch Kapellen, die aber ebenso sehr für Geschäftliches wie für Gottesdienste benutzt wurden. Manchmal wurde auf diese Privaträume noch ein weiteres Stockwerk gesetzt, das man über eine Leiter oder primitive Treppe erreichte. Diese Räume waren kaum mehr als Vorratskammern, von Zimmern im modernen Sinn noch weit entfernt. Die Menschen dachten in der Tat so wenig an die Aufteilung eines Hauses in abgeschlossene Bereiche, dass das betreffende Wort room dafür im Englischen erst für die Tudorzeiten verbürgt ist, also vom fünfzehnten Jahrhundert an.

Die Gesellschaft bestand, grob gesagt, aus Freien, Leibeigenen und Sklaven. Beim Tode eines Leibeigenen hatte der Herr das Recht, einen kleinen persönlichen Gegenstand, wie zum Beispiel ein Kleidungsstück, als eine Art Erbschaftssteuer zu verlangen. Oft besaßen Bauern nur ein Kleidungsstück, eine Art losen Kittel mit dem Namen cotta. Dass diese cotta das Beste war, was ein Hauer zu geben hatte, und der Grundherr sie sich nehmen konnte, besagt eigentlich alles, was man über das Verhältnis der Stände im Mittelalter wissen muss. Die Leibeigenschaft war eine unauflösbare Bindung an einen bestimmten Grundherrn, und man verpflichtete sich dazu im Namen Gottes, was mehr als ein paar Nachkommen bekümmert haben muss, denn wenn einmal eine Leibeigenschaft eingegangen worden war, galt sie auf ewig für alle Kinder und Kindeskinder des Leibeigenen. Das Schlimmste war, dass sie den Betroffenen die Freiheit nahm, woanders hinzuziehen oder außerhalb des Gutes zu heiraten. Sie konnten aber durchaus wohlhabend werden. Im späten Mittelalter besaßen fünf Prozent der Leibeigenen fünfzig und mehr Morgen Land — beträchtlicher Besitz für die damalige Zeit. Im Gegensatz dazu hatten die Freien im Prinzip zwar ihre Freiheit, waren aber zu arm, um davon Gebrauch zu machen.

Sklaven, meist in kriegerischen Zeiten gefangen genommene Feinde, gab es vom neunten bis zum elften Jahrhundert reichlich. Über siebzig zum Beispiel auf einem Gut, das im Domesday Book aufgeführt wird, dem 1086 auf Veranlassung Wilhelms des Eroberers angelegten Reichsgrundbuch. Doch es war nicht die entmenschtliche Sklaverei, wie wir sie aus moderneren Zeiten etwa aus dem Süden der Vereinigten Staaten kennen. Obwohl Sklaven Eigentum waren und verkauft werden konnten — sehr wohl gewinnbringend: ein gesunder männlicher Sklave war acht Ochsen wert —, durften sie selbst Eigentum besitzen, heiraten und sich innerhalb des Gemeinwesens frei bewegen.

Mittelalterliche Güter waren oft sehr verstreut. Ein Thane (ein angelsächsischer Gefolgsmann) namens Wulfric hatte zweiundsiebzig Besitztümer überall in England, ja, selbst kleinerer Besitz lag häufig weit auseinander. Mittelalterliche Haushalte waren folglich ständig unterwegs — und nicht selten sehr groß. Königliche Haushalte kamen leicht auf fünfhundert Diener und Gefolgsleute, wichtige hohe Adlige und kirchliche Würdenträger hatten kaum weniger als einhundert. Und da es bei solchen Zahlen ebenso leicht war, mit dem Haushalt zum Essen zu gehen, wie das Essen zum Haushalt zu bringen, war man mehr oder weniger ständig auf Achse, und alles war auf Mobilität eingerichtet (wobei nicht ganz zufällig auch das Wort Möbel entstand). Mit Einrichtungsgegenständen war man im Allgemeinen sparsam, sie waren tragbar, absolut funktionell und wurden, um Witold Rybczynski zu zitieren, »eher als Ausrüstungsgegenstände denn als wertvolle persönliche Besitztümer behandelt«.

Dass sie häufig hin und her transportiert wurden, erklärt auch, warum viele alte Truhen und Kästen gewölbte Deckel hatten: da floss das Wasser ab, wenn es unterwegs regnete. Der große Nachteil von Kästen ist natürlich, dass man das Unterste zuoberst kehren muss, je nachdem, an welche Sachen man will. Doch es dauerte bemerkenswert lange — bis weit ins siebzehnte Jahrhundert hinein —, bevor jemand auf die Idee kam, Schubladen einzubauen und Truhen und Kästen in Kommoden zu verwandeln.

Selbst in den besten Häusern bestand der Fußboden meist nur aus nackter Erde, die mit Binsen belegt war, in denen sich »Spucke und Erbrochenes, Urin von Hund und Mensch, verschüttetes Bier und Fischreste und anderer unaussprechlicher Unrat sammelten«, berichtete der holländische Theologe und Reisende Desiderius Erasmus, genannt Erasmus von Rotterdam, 1524 ein wenig spitz. Normalerweise wurden zwei Mal im Jahr neue Binsenschichten auf die alten gelegt, diese aber selten entfernt, so dass Erasmus verdrossen hinzufügte: »Die untere Schicht bleibt oft zwanzig Jahre lang liegen.« Im Grunde waren die Böden ein sehr großes, bei Insekten und lichtscheuen Nagern beliebtes Nest und eine perfekte Brutstätte für Seuchen. Doch ein dicker Belag verriet auch ein gewisses Renommee. Im Französischen sagte man von einem reichen Mann, dass er »bis zur Taille im Stroh« stecke.

Fußböden aus nackter Erde blieben im ländlichen Britannien und Irland bis ins zwanzigste Jahrhundert die Norm. Selbst als zu Shakespeares Zeiten in besseren Häusern Holz- oder Kachelböden üblich wurden, waren Teppiche zu kostbar, um ständig darüberzulatschen. Man hängte sie an Wände oder legte sie auf Tische. Oft aber wurden sie auch in Truhen aufbewahrt und nur herausgeholt, wenn man bei besonderen Besuchern Eindruck schinden wollte.

Esstische waren Bretter, die man auf Böcke stellte, und Schränke gab es in Form von schlichten Holzborden, auf denen man Tassen und andere Gefäße aufbewahrte. Viel Geschirr hatte man eh nicht. Glasgefäße waren rar, und man musste beim Essen gewöhnlich mit dem Nachbarn eines gemeinsam benutzen. Erst sehr viel später wurden die Bretter dann in kunstvollere Schränke eingearbeitet.

Bescheidenere Behausungen waren über die Maßen simpel ausgestattet. Das einfache Brett, das als Esstisch diente, hing, wenn nicht in Gebrauch, an der Wand, und lag, wenn in Gebrauch, auf den Knien der Esser. Man saß dabei auf einfachen Bänken — französisch bancs, von denen »Bankett« kommt. Bis ins siebzehnte Jahrhundert hinein waren Stühle selten, und sie waren auch nicht zum bequemen Sitzen gebaut, sondern so, dass sie Autorität verliehen. Auch heute noch hat derjenige das Sagen, der den Vorsitze bei einer Versammlung führt.

Bei mittelalterlichen Banketten aßen die Menschen allerlei uns heute sehr exotisch anmutendes Getier. Vögel waren besonders beliebt. Adler, Reiher, Pfauen, Spatzen, Lerchen, Finken, Schwäne, ja, fast alles, was zwei Flügel hatte, wurde gern und viel verspeist. Nicht deshalb, weil Schwäne und andere ausgefallene Vögel so wahnsinnig lecker waren — waren sie nämlich nicht, deshalb essen wir sie ja auch nicht mehr —, sondern weil es kein anderes, besseres Fleisch gab. Rindfleisch, Hammel und Lamm wurden tausend Jahre lang kaum gegessen, weil man dieTiere wegen ihres Fells und Leders, ihres Dungs oder ihrer Muskelkraft brauchte und sie deshalb zum Schlachten viel zu wertvoll waren. Fast das gesamte Mittelalter hindurch nahmen die meisten Menschen den Großteil ihrer tierischen Eiweiße mit dem Räucherhering zu sich.

Englischen »Bett« nur die Matratze und womit sie ausgestopft war, nicht Bettrahmen, Pfosten und Bettzeug. Dafür gab es das Wort »Bettstatt«.

Haushaltsinventarlisten bis ins Elisabethanische Zeitalter zeigen, dass den Leuten ihre Betten und ihr Bettzeug lieb und teuer waren. Gleich danach kam die Kücheneinrichtung. Erst dann schaffte es das sonstige Mobiliar in die Listen, aber auch nur in vagen Begriffen wie »ein paar Tische und einige Bänke«. Allem Anschein nach hingen die Menschen ebenso wenig an ihren Möbeln wie wir Heutigen an unseren Haushaltsgeräten. Wir möchten sie nicht missen, aber heißgeliebte Erbstücke sind sie nicht. Eines allerdings nahmen die Menschen auch noch sorgfältig in die Verzeichnisse auf, und das war Fensterglas. Wie schon berichtet, waren Fensterscheiben außer in Kirchen und ein paar wohlhabenden Häusern bis weit über das Jahr 1600 hinaus eine Rarität. Eleanor S. Godfrey berichtet, dass ein Ratsherr in Doncaster 1590 sein Haus seiner Frau hinterließ, die Fenster aber seinem Sohn. In der gleichen Zeit ließen die Besitzer von Alnwick Castle ihre Fenster immer dann, wenn sie nicht da waren, herausnehmen und wegstellen, damit diese in ihrer Abwesenheit nicht zu Bruch gingen.

Selbst in den größten Häusern hatten meist nur die Fenster in den wichtigsten Räumen Scheiben. Alle anderen hatten Läden. Weiter unten auf der sozialen Stufenleiter waren Glasfenster eben lange noch selten. Zur Zeit von Shakespeares Geburt im Jahr 1564 hatten oft nicht einmal Glaser Glasfenster in ihren Häusern, doch zur Zeit seines Todes etwa ein halbes Jahrhundert später hatte sich das, wenn auch nicht vollkommen, geändert. Die meisten Bürgerhäuser hatten sie in etwa der Hälfte der Zimmer.

Eins aber sollte klar sein: Auch in den besten Häusern suchte man Bequemlichkeit vergebens. Ja, eigentlich ist es erstaunlich, wie lange die Menschen brauchten, um ein klein wenig Komfort genießen zu können. Es gab einen guten Grund dafür: Das Leben war hart. Während des gesamten Mittelalters bestand das Alltagsleben hauptsächlich aus der Sorge ums Übeleben. Hungersnöte waren an der Tagesordnung. Da man nirgendwo große Lebensmittelreserven anlegen konnte, litt man sofort Hunger, wenn die I ante mager ausfiel, was durchschnittlich alle drei, vier Jahre der Fall war. War die Ernte völlig vernichtet, folgte unweigerlich der I lungertod. England erlebte 1272, 1277, 1283, 1292 und 1311 und dann mörderisch hintereinander von 1315 bis 1319 besonders katastrophale Ernten. Hinzu kamen natürlich stets Seuchen und sonstige Krankheiten, die Millionen dahinrafften. Menschen, die nur ein kurzes Leben erwarten und regelmäßig Notzeiten erleben, machen sich wahrscheinlich weniger Gedanken um die Ausstattung ihrer Häuser. Doch auch wenn man all das in Betracht zieht, bemühte man sich merkwürdig langsam um selbst bescheidene Ausmaße an Bequemlichkeit.

Zum Beispiel ließen Löcher im Dach zwar Rauch hinaus, aber auch Regen und Wind hinein, bis endlich, reichlich spät, jemand eine laternenartige Konstruktion mit Lamellen ersann, die es erlaubte, dass der Rauch entwich, aber Regen, Vögel und Wind abhielt. Es war eine wunderbare Erfindung, doch als man im vierzehnten Jahrhundert darauf kam, gab es schon die ersten Schornsteine, und man brauchte die Lamellenabdeckungen nicht mehr.

Ansonsten wissen wir praktisch nichts über Hauseinrichtungen vor dem Hohen Mittelalter. Ja, der Möbelhistoriker Edward Lucie-Smith meint, wir wüssten mehr darüber, wie die alten Griechen und Römer saßen oder lagen, als über die Engländer von vor achthundert Jahren. Aus der Zeit vor 1300 sind so gut wie keine Möbel erhalten, und Darstellungen in Handschriften oder Gemälden sind dünn gesät und widersprüchlich.

Außerdem sollte man eins nicht vergessen: Die Häuser der verhältnismäßig Betuchten waren nicht unbedingt erheblich besser und üppiger ausgestattet als die der etwas ärmeren Zeitgenossen. Vornehmere Häuser hatten einfach nur größere halls.

Über Häuser allgemein wissen wir deshalb so wenig, weil kaum etwas von dem erhalten ist, was sich über der Erde befand. Die Angelsachsen liebten Holz, timber, als Baumaterial, und zwar so sehr, dass sie sämtliche Gebäude timbran nannten. Aber leider hat Holz es an sich, dass es verrottet und fast nichts davon übrig bleibt. In Großbritannien ist, soweit man das sagen kann, eine einzige Tür aus der angelsächsischen Zeit erhalten geblieben, eine schon arg ramponierte Eichentür in einem äußeren Vorraum der Westminster Abbey, die bis zum Sommer 2005 der Aufmerksamkeit entgangen war. Doch da begriff man auf einmal, dass sie neunhundertfünfzig Jahre alt und mithin die älteste bekannte Tür im Land war.

In diesem Zusammenhang sollte man einen Gedanken daran verschwenden, wie man das Alter einer Tür bestimmen kann. Nämlich mit der Dendrochronologie, dem wissenschaftlichen Zählen der Jahresringe. Baumringe sind ein sehr präziser Anhaltspunkt, jeder Ring steht für ein Jahr, und alle zusammen bilden eine Art hölzernen Fingerabdruck. Wenn man ein Stück Bauholz hat, dessen Alter gesichert ist, kann man die Ringmuster benutzen, um andere Hölzer aus derselben Periode damit zu vergleichen und zu datieren. Um durch die Jahrhunderte zurückgehen zu können, muss man einfach nur identische Muster finden. Hat man zum Beispiel einen Baum, der von 1850 bis 1910, und einen anderen, der von 1890 bis 1970 lebte, sollten sich die Muster aus den Jahren 1890 bis 1910 überlappen, also für die Zeit, in der beide Bäume lebten. Baut man eine Bibliothek der Ringfolgen auf, kann man weit in der Zeit zurückgehen.

In Großbritannien hat man insofern Glück, als sehr viel aus Eiche gebaut wurde, denn das ist der einzige Baum dort, der brauchbare deutliche Beweise liefert. Doch selbst die besten Hölzer bergen Probleme. Niemals haben zwei Bäume genau dasselbe Muster. Der eine hat vielleicht schmalere Ringe als ein anderer, weil er im Schatten wuchs, mehr Konkurrenz am Boden oder weniger Wasser hatte. Man benötigt also sehr viele Baumringsequenzen, um eine verlässliche Datenbank anlegen zu können, und man muss viele raffinierte statistische Anpassungen vornehmen, um akkurate Messwerte zu bekommen — und dafür nun wieder braucht man die Zauberformel von Pastor Thomas Bayes aus dem ersten Kapitel.

Nachdem die Wissenschaftler aus der Tür in der Westminster Abbey eine etwa bleistiftdicke Probe entnommen und sie den erwähnten Tests unterzogen hatten, konnten sie errechnen, dass die Tür aus dem Holz eines zwischen 1032 und 1064 gefällten Baumes hergestellt wurde, kurz vor der normannischen Eroberung. Und diese einzelne Tür ist fast alles, was aus der Zeit der Angelsachsen erhalten ist.*

Da man so wenig Anhaltspunkte dafür hat, wie die Häuser wirklich aussahen, kann man sich natürlich trefflich streiten. Jane Grenville bringt in ihrem wissenschaftlich maßgebenden Werk Wohnen im Mittelalter zwei faszinierende Abbildungen, die zeigen, wie sich zwei archäologische Teams, die dieselben Informationen benutzen, das Erscheinungsbild eines Langhauses in Wharram Percy vorstellten, einer mittelalterlichen Dorfwüstung in Yorkshire. Auf der einen Abbildung sieht man ein auffallend schmuckloses, aufs Elementare beschränktes Haus mit Wänden aus Lehm oder einer Mischung aus Lehm und Dung sowie einem Dach aus Gras oder Grassoden. Auf der anderen sieht man ein viel massiveres, technisch aufwändigeres Gebäude, in dem ein hölzerner Gurtbogen als Dachkonstruktion auf den Außenmauern liegt. Es hilft nun einmal nichts: Die archäologischen Befunde geben uns vielleicht Auskunft darüber, wie und wo die Gebäude auf der Erde standen, aber nicht, wie sie aussahen.

Lange glaubte man, dass mittelalterliche Bauernhäuser kaum*

 *Die niedrigen Türen vieler alter europäischer Häuser, an denen sich die chronisch Gedankenzerstreuten unter uns gern mal den Schädel aufschlagen, sind nicht, wie allgemein immer noch angenommen, deshalb so niedrig, weil die Menschen früher kleiner waren und den Platz nicht brauchten. Im Gegenteil, so klein waren die Menschen in grauer Vorzeit gar nicht. Die Türen waren aus demselben Grund klein wie die Fenster: Sie waren teuer.

mehr als primitive Hütten waren — fragile, aus Zweiglein gebaute Häuschen, wie sie der große, böse Wolf im Märchen wegpustet. Man meinte, sie hätten nie länger als eine Generation gehalten. Grenville zitiert einen Wissenschaftler, der im Brustton der Überzeugung sagte, dass die Häuser der einfachen Menschen bis in die Tudorzeiten »in ganz England durchweg von schlechter Qualität« waren — ein pauschales Urteil und offenbar falsch. Heute deutet alles zunehmend darauf hin, dass auch die einfachen Menschen im Mittelalter und vermutlich lange vorher gute Häuser bauen konnten, wenn sie wollten. Ein Indikator dafür ist im Spätmittelalter die Zunahme spezialisierter Gewerbe wie die Reetdachdeckerei, das Zimmermannshandwerk, das Verputzen und dergleichen. Türen hatten auch immer häufiger Schlösser — ein klares Anzeichen dafür, dass Gebäude und ihr Inventar als wertvoll erachtet wurden. Vor allem aber entwickelten sich die Hütten zu einer Vielzahl von Typen — Full Wealden, Half Wealden, solche mit einreihigem oder doppelreihigem Grundriss, mit Kuhstall oder ohne und so weiter und so fort. Ganz sicher war der Besitz eines Hauses, und sei es noch so schlicht und klein, schon früh eine Quelle des Stolzes.

Eins aber machte den Menschen im Mittelalter sicherlich weniger Freude: Fast der gesamte Raum über Kopfhöhe war nicht benutzbar, weil meist voll dicker Rauchschwaden. Eine offene Feuerstelle hatte zwar deutliche Vorteile, weil sie Wärme in alle Richtungen ausstrahlte und die Leute ringsherum sitzen konnten. Doch es war auch so, als habe man ständig ein Lagerfeuer in der Mitte des Wohnzimmers. Rauch und Funken wehten dorthin, wo ein Luftzug sie hinblies — und ohne Scheiben in den Fenstern muss einem jedes Mal, wenn jemand kam oder ging, der Rauch ins Gesicht geweht worden sein. Ansonsten stieg er eben zur Decke und hing dort immer dichter, bis er durch ein Loch im Dach abzog.

Man brauchte also etwas, das, oberflächlich betrachtet, ganz unkompliziert zu sein scheint: einen praktischen Schornstein. Aber es dauerte lange, bis man einen erfand, nicht, weil es am guten Willen mangelte, sondern, weil die Sache technisch doch nicht ohne war. Ein prasselndes Feuer in einer großen Feuerstelle erzeugt eine Menge Hitze, braucht einen vernünftigen Rauchabzug und Schutz vor Funkenflug, und bis 1330 wusste keiner, wie man gute Schornsteine baute. Es existierten zwar schon Kamine mit welchen — die Normannen hatten sie mit nach England gebracht —, aber sehr beindruckend waren sie nicht. Man höhlte einfach die dicken Wände von Burgen ein wenig aus und bohrte ein Loch in die Wand, damit der Rauch nach draußen entschwand. Da nicht viel Luft durchziehen konnte, entstand kein großartiges Feuer, also auch nicht viel Wärme. Außer in Burgen wurden diese Kamine nicht viel gebaut. In Holzhäusern konnte man sie schon gar nicht ohne Verbrutzelungsgefahr benutzen, denn die meisten Häuser waren, wie gesagt, aus Holz.

Den entscheidenden Durchbruch brachte schließlich die Entwicklung von guten Backsteinen, die Hitze auf Dauer sogar besser vertragen als fast alle Natursteine. Mit vernünftigen Schornsteinen konnte man dann auch auf Kohle als Heizmaterial übergehen, gerade zur rechten Zeit, denn die Holzvorkommen gingen rapide zur Neige. Weil Kohlenqualm beißend und giftig war, musste er im Kamin bleiben, aus dem er durch einen Rauchfang abgeleitet wurde. Was die Häuser innen sauberer, die Welt draußen aber schmutziger machte.

Nicht alle freuten sich über das Verschwinden der offenen Feuerstellen. Viele Leute vermissten den umherschwebenden Rauch und waren überzeugt, sie seien gesunder gewesen, als sie ständig »gut durchgeräuchert« waren, wie es ein Beobachter formulierte. Noch im Jahre 1577 behauptete ein William Harrison steif und fest, dass in den Zeiten der offenen Feuerstellen »unser Kopf niemals wehe tat«. Rauch unter dem Dach hielt Vögel davon ab, dort zu nisten, und man glaubte, er mache die Balken fester. Vor allem aber klagten die Leute, dass sie es nicht mehr annähernd so warm hatten, und das traf zu. Weil Kamine so ineffizient waren, wurden sie ständig vergrößert. Manche wurden so riesig, dass man Bänke hineinbaute und sich in den Kamin setzte, denn das war der einzige Platz im Haus, an dem man es schön mollig hatte.

Doch wie groß auch der Verlust an Wärme und Gemütlichkeit war, der Gewinn an Raum erwies sich als unwiderstehlich. Die Entwicklung des Kamins war ein enormer Fortschritt. Plötzlich war es möglich, Bretter über die Balken unter dem Dach zu legen und oben eine ganz neue Welt zu erschaffen.

II.


Der Ausbau des Hauses nach oben änderte alles. Als begüterte Hausbesitzer erst einmal entdeckten, wie befriedigend es war, Raum für sich selbst zu haben, bauten sie dort immer mehr Zimmer. Der erste Schritt war ein weitläufiger neuer Raum, ein großer Saal, in dem der Herr und seine Familie all dem frönten, dem sie bis dato unten in der hall gefrönt hatten — essen, schlafen, herumhängen, spielen —, nur nicht mit so vielen anderen Menschen um sich herum. In die große Halle unten ging die Familie nur noch zu Banketten und anderen besonderen Ereignissen. Die Diener gehörten auch bald nicht mehr zur Familie, sondern wurden ... na ja, Diener.

Für sich persönlich Raum zu haben kommt uns heute vollkommen normal vor, doch damals war es eine Offenbarung. Die Leute konnten gar nicht genug davon kriegen. Bald reichte es nicht mehr nur, getrennt von seinen Untergebenen zu leben, sondern auch von Seinesgleichen.

Als den Häusern sozusagen Flügel wuchsen und sie sich ausbreiteten und die häuslichen Arrangements vielfältiger wurden, schuf oder übernahm man für all die neuen Zimmertypen natürlich entsprechende Worte: Studierstube, Bettkammer, Abortkammer,Wandschrank, Stube, Plauderstübchen und Bibliothek. Bald kamen dazu: Empore oder Galerie, großer Saal oder große Galerie, Audienzzimmer, Ankleidekammer, Salon, Gemach, Wohnung und Suite. »Was für ein Unterschied zu dem alten Brauch, dass der ganze Haushalt Tag und Nacht in der großen Halle lebte!«, schrieb Gotch in einem seltenen Moment überschäumender Lebensfreude. Ein neuer Raum, den er nicht erwähnt, war übrigens das Boudoir, wörtlich ein Raum, »in dem man schmollt« (vom Französischen bouder, schmollen), der von Anfang an mit Kabalen und Liebe assoziiert wurde.

Selbst mit zunehmender relativ privater Sphäre blieb das Leben viel gemeinschaftlicher und weniger diskret als heute. Toiletten hatten mehrere Sitze, damit man dort auch gepflegt miteinander plaudern konnte, und auf Bildern sieht man ganz normal Paare munter zwanglos im Bett oder im Bad, während Diener sie bedienen und Freunde in netter Runde danebensitzen, Karten spielen und schwatzen, alles bequem in Sicht- und Hörweite.

Der Gebrauch der neuen Zimmer war lange Zeit nicht so strikt getrennt wie heute. Alle waren eigentlich auch Wohnräume. In italienischen Bauplänen aus der Renaissance und späterer Zeit wurden Räume nicht nach Typen benannt, denn sie dienten keinen festgelegten Zwecken. Die Leute bewegten sich im Haus, suchten Schatten oder Sonne und nahmen gegebenenfalls das ein oder andere Möbel mit. Als die Zimmer dann ein Etikett verpasst bekamen, war die Rede von »mattina« (zum morgendlichen) oder »sera« (zum nachmittäglichen und abendlichen Gebrauch).Weitgehend ähnlich unangestrengt ging es in England zu. Ein Schlafgemach wurde nicht nur zum Schlafen benutzt, sondern auch für Mahlzeiten, die man für sich einnehmen wollte, oder um besondere Gäste darin zu empfangen. Ja, ins Schlafgemach zog man sich bald so oft und gern zurück, dass man darüber hinaus noch privatere Zimmer schaffen musste.

Die kleinen Räume, die von der Schlafkammer abgingen, wurden für alle Arten persönlicher Zwecke benutzt, vom Stuhlgang bis zum Rendezvous, und die jeweiligen Worte dafür haben oft eine kuriose Wandlung hinter sich. Closet hatte, wie Mark Girouard uns erzählt, »eine lange, ehrenwerte Geschichte, bevor es schließlich als großer Schrank oder als Zimmer für das Spülbecken und die Schrubber der Küchenmagd in Schmach und Schande fiel«. Anfänglich war es mehr eine Studierstube als eine Kammer zum Aufbewahren von Sachen, und cabinet, ursprünglich eine Verkleinerungsform von cabin (Kammer), bedeutete Mitte des sechzehnten Jahrhunderts noch eine Schatulle, in der man Wertgegenstände verwahrte. Schon bald danach — kaum ein Jahrzehnt später — bedeutete es den ganzen Raum drumherum. Die Franzosen verfeinerten den Begriff (wie so oft) in eine Vielfalt von Zimmertypen, so dass ein großes französisches Schloss bis zum siebzehnten Jahrhundert neben einem simplen cabinet noch ein cabinet de compagnie, ein cabinet d'assemblée, ein cabinet de proprieté (jeweils eine Art Minisalon) sowie ein cabinet de toilette (eine Frisiertoilette für die Damen) haben mochte.

Im Englischen wurde das cabinet zur exklusivsten, persönlichsten aller Kammern — zum Innersanktum, in dem die vertraulichsten Treffen stattfinden konnten. Dann machte das Wort, wie das Worte manchmal an sich haben, einen bizarren Wandel durch und beschrieb etwa im Jahre 1605 nicht nur das Zimmer, in dem sich der König mit seinen Ministern traf, sondern auch die Gruppe der Minister selbst: das Kabinett.

An diesem privaten Raum gab es früher oft eine kleine Zelle oder einen Alkoven, der allgemein als privy, als Abort bezeichnet wurde, aber auch als Lokus, Latrine, Ort der Erleichterung, Necessarium oder Aborterker und in dem sich eine Bank mit einem Loch befand, die sich strategisch günstig hoch über einem Wassergraben oder einem tiefen Schacht befand. Man nimmt oft an und schreibt es auch manchmal, dass privy Namensgeber von Insignien und staatlichen Einrichtungen in England ist, vor allem für das Privy Seal, das Geheim- oder Kleine Siegel, und den

Privy Council, den Geheimen oder Staatsrat. Doch diese Begriffe kamen mit den Normannen nach England, fast zweihundert Jahre bevor privy seinen Toilettensinn annahm. Es stimmt allerdings, dass der Mensch, der für das königliche privy, den Abort, zuständig war, den Titel Kammerherr des Stuhls trug und mit der Zeit vom Toilettenreiniger zum bewährten Ratgeber des Monarchen avancierte.

Einen ähnlichen Bedeutungswandel durchliefen viele andere Worte. »Garderobe«, zum Beispiel, kann heute Oberbekleidung bedeuten, den Kleiderbestand eines Menschen, einen Raum oder eine Stelle in einem Haus, den Ort in einem öffentlichen Gebäude, an dem man seine »Garderobe« abgibt, den Umkleideraum eines Künstlers oder ein Möbelstück.

Um alle neuen Zimmer unterzubringen, wuchsen die Häuser nach links, rechts, nach hinten und nach oben. Ein vollkommen neuer Haustyp mit Namen prodigy house, »Wunderhaus«, entstand und verbreitete sich überall im Land. Solche Häuser hatten nie weniger als drei oder manchmal vier Stockwerke und waren oft riesengroß. Das riesengrößte war Knole in Kent, in dem 1892 die Schriftstellerin Vita Sackville-West geboren wurde. Es wuchs und wuchs, bis seine Grundfläche um die 16000 Quadratmeter betrug und es sieben Höfe (einen für jeden Tag in der Woche), zweiundfünfzig Treppenaufgänge (einen für jede Woche im Jahr) und dreihundertfünfundsechzig Zimmer (eines für jeden Tag im Jahr) hatte — jedenfalls behauptete man das lange.

Wenn man solche Häuser heute betrachtet, kann man manchmal wunderbar sehen, wie die Bauleute nach und nach dazugelernt haben. Ein beeindruckendes Beispiel ist Hardwick Hall in Derbyshire, das 1591 für die Countess of Shrewsbury, genannt Bess of Hardwick, gebaut wurde. Hardwick Hall war ein Wunderwerk der Zeit und wurde, weil es so große Fenster hatte, als »Hardwick Hall, more Blass than wall« sofort berühmt. Für moderne Augen sind Größe und Anordnung der Fenster ziemlich normal, doch 1591 war es etwas derartig Neues, dass der Architekt (vermutlich Robert Smythson) nicht wusste, wie und wo er die vielen Fenster, die vorgesehen waren, alle einbauen sollte. Manche sind allerdings Attrappen, hinter denen sich Rauchfänge verbargen. Andere gehören zu Zimmern auf verschiedenen Stockwerken. Manche großen Zimmer haben viel zu wenige und manche winzigen fast nur Fenster. Nur ab und zu passen die Fenster und die Räume, denen sie Licht geben, überhaupt zusammen.

Bess stattete das Haus mit Silbersachen aller Art, Tapisserien, Gemälden und allem Möglichen aus, wie man es exquisiter in einem Privathaus in England kaum finden konnte, doch das Auffallendste für heutige Betrachter liegt darin, wie karg und bescheiden der Gesamteindruck ist. Die Böden waren mit schlichten Binsenmatten bedeckt. Die große »lange Galerie« war mehr als fünfzig Meter lang, aber es standen nur drei Tische, ein paar Bänke und Stühle mit hoher, gerader Rückenlehne und zwei Spiegel darin. Letztere waren allerdings im elisabethanischen England extrem wertvolle Kostbarkeiten, wertvoller als jedes Gemälde.

Die Leute bauten nicht nur enorm große Häuser, sie bauten Unmengen enorm großer Häuser. Hardwick Hall ist zudem deshalb bemerkenswert, weil es gleich daneben schon eine Hardwick Hall gab, die vollkommen in Ordnung war und von nun an Hardwick Old Hall genannt wurde. Heute ist es eine Ruine, doch zu Bess' Zeit und noch einhundertfünfzig Jahre danach war sie bewohnt.

Normalerweise waren es die Monarchen, die große Häuser errichten ließen — und ein Haus nach dem anderen erwarben; Heinrich VIII. hatte bei seinem Tode nicht weniger als zweiundvierzig Paläste. Doch seine Tochter Elisabeth war klüger und sah, dass es viel billiger war, andere zu besuchen und ihnen die Reisekosten aufzubürden. Sie nahm in großem Stil die altehrwürdige Praxis der jährlichen königlichen Reise wieder auf. Weit gereist ist sie allerdings nie — sie verließ England kein einziges Mal und reiste auch nicht viel im Land herum —, doch als Besucherin war sie einsame Spitze. Wenn sie einmal im Jahr auf die königliche Reise ging, dauerte die acht bis zwölf Wochen, und dann besuchte sie ungefähr zwei Dutzend Adelssitze.

Diejenigen, die die Monarchin beehrte, erwarteten den royalen Tross fast immer mit einer Mischung aus freudiger Erregung und Bangen. Einerseits boten sich einzigartige Möglichkeiten zu Beförderung und gesellschaftlichem Aufstieg, andererseits war es ein unglaublich teures Vergnügen. Der königliche Haushalt umfasste bis zu fünfzehnhundert Menschen, und viele davon etwa einhundertfünfzig bei Elisabeth I. — begleiteten die königliche Hoheit auf Reisen. Die Gastgeber mussten nicht nur für die maßlosen Ausgaben für Kost, Logis und Unterhaltung einer ganzen Bande privilegierter, verwöhnter Leute aufkommen, sondern immer auch mit erheblichen Diebstählen und Schäden an ihrem Besitz sowie einigen ungesunden Überraschungen rechnen. Nachdem um das Jahr 1660 der Hof Charles II. Oxford verlassen hatte, bemerkte einer der Zurückbleibenden, verständlicherweise entsetzt, dass die hohen Gäste »ihre Exkremente in jeder Ecke, in Kaminen, Arbeitszimmern, Kohlenkellern und Kellern« hinterlassen hatten.

Da sich ein Besuch trotzdem sehr bezahlt machen konnte, gaben sich die meisten Gastgeber alle erdenkliche Mühe, um die Herrschaften zufriedenzustellen. Als Minimum lernten sie, aufwändige Masken- und Historienspiele zu veranstalten, doch viele legten in der Hoffnung auf einen kleinen Entzückensschrei aus königlichem Munde Seen an, auf denen man Bötchen fahren konnte, bauten Flügel an ihr Haus und modelten ganze Landschaften um. Selbstverständlich überhäuften sie die Gäste mit Geschenken. Ein glückloser Höfling namens Sir John Pukering, der Elisabeth einen mit Diamanten geschmückten Seidenfächer, mehrere nicht eingefasste Edelsteine, ein Gewand von seltener Pracht und zwei außergewöhnlich feine Cembali geschenkt hatte, musste erleben, wie sie beim ersten Dinner das Silberbesteck und einen Salzstreuer bewunderte und beides ohne ein weiteres Wort in die königliche Handtasche gleiten ließ.

Selbst Elisabeths altgediente Minister lernten, peinlichst darauf zu achten, woran ihre Königin sich delektierte. Als sie sich über den langen Weg zu Lord Burghleys Landhaus in Lincolnshire beschwerte, kaufte er eines mehr in der Nähe, in Waltham Cross in einer Grafschaft unweit Londons, und baute es aus. Christopher Hatton, Elisabeths Lordkanzler, ließ ausdrücklich für den Besuch der Königin einen Riesenkasten namens Holdenby House errichten. Doch sie kam nie, und er starb mit achtzehntausend Pfund Schulden, einer kolossalen Summe, die heute etwa neun Millionen Pfund entspricht.

Eine große Wahl hatten die Erbauer dieser Häuser meist nicht. James I. befahl dem loyalen, aber unbedeutenden Sir Francis Fane, Apethorpe Hall in großem Stil umzubauen, damit er, der König, und sein Lover, der Herzog von Buckingham, ein paar angemessen prachtvolle Räume hatten, durch die sie auf dem Weg ins Schlafgemach schlendern konnten.

Wenn man eine dauerhafte kostspielige Verpflichtung gegenüber der Krone auf sich nehmen musste, war das schon eine furchtbare Zumutung. Dieses Los erwischte Bess of Hardwicks Gatten, den sechsten Lord Shrewsbury. Sechzehn Jahre lang musste er Gefängniswärter für Mary, Queen of Scots, spielen, was bedeutete, den Hof eines kleinen, unglaublich illoyalen Staates in seinem eigenen Haus zu unterhalten. Wir können uns nur vorstellen, wie ihm das Herz in die Hose rutschte, als er die achtzig Pferdekutschen — der Zug der Fahrzeuge war mehr als einen halben Kilometer lang — erblickte, die mit der schottischen Königin, fünfzig Dienern und Räten und all deren Besitztümern seine Auffahrt heraufkamen. Und er musste diese große Anzahl von Menschen nicht nur ernähren und unterbringen, sondern auch noch eine Privatarmee unterhalten, um für deren Sicherheit zu sorgen. Die Kosten und der emotionale Druck sorgten dafür, dass seine Ehe mit Bess nie sonderlich glücklich war — aber das wäre Nie wohl ohnehin nicht geworden. Bess' Verschleiß an Männern war eher hoch; Shrewsbury war ihr vierter Gatte und ihre Ehe mit ihm mehr ein geschäftlicher Zusammenschluss als eine Herzensbindung. Sie beschuldigte ihn schließlich sogar, eine Affäre mit der schottischen Königin zu haben — ob berechtigt oder nicht, ein gefährlicher Vorwurf! —, und sie trennten sich. Dann ließ Bess eines der großen Häuser der Zeit erbauen.

Als sich das Leben immer tiefer in immer größere Häuser zurückzog, verlor unsere alte hall ihren ursprünglichen Zweck und wurde eine Eingangshalle mit einem Treppenaufgang, ein Raum, in dem man empfangen wird und durch den man zu wichtigeren Räumen geht. So war das auch in der Hardwick Hall — trotz ihres Namens. Alle wichtigen Räume sind dort in den oberen Stockwerken. Die ursprüngliche hall war nichts Besonderes mehr. Schon 1663 bezeichnete das Wort nur noch einen beliebigen bescheidenen Raum, besonders aber den Eingangsbereich. Ganz im Gegensatz dazu wurde gleichzeitig der ursprüngliche Sinn bewahrt, ja, sogar noch ausgedehnt, um große, wichtige Gebäude, besonders öffentliche, zu benennen, wie zum Beispiel die Carnegie Hall oder die Royal Albert Hall.

Im Privathaus jedoch bleibt die hall der semantisch am meisten degradierte Raum. In unserem alten Pfarrhaus ist sie wie in den meisten Häusern heute ein geschrumpfter, kleiner Vorraum, mit praktischen Schränkchen und Haken, wo wir die Schuhe ausziehen und unsere Jacken aufhängen.

Und so eingestimmt legen wir unsere Garderobe ab und treten endlich in das Zimmer, das der wahre Mittelpunkt des Hauses ist.

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