Zur Bedeutung der antiken ethnographischen und konstitutionellen Berichte über die sogenannten Germanen für die Entstehung und Ausprägung des deutschen




НазваниеZur Bedeutung der antiken ethnographischen und konstitutionellen Berichte über die sogenannten Germanen für die Entstehung und Ausprägung des deutschen
страница5/7
Дата09.09.2012
Размер1.69 Mb.
ТипДокументы
1   2   3   4   5   6   7

10. Der Schock der unbewältigten anthropologischen Vergangenheit

nach 1945


Die Erschütterungen der gesamten deutschen Geisteswelt durch die totale Niederlage und infolge der erst nach 1945 in vollem Umfange bekannt gewordenen NS-Verbrechen hatte auch und besonders die deutsche Anthropologie erfaßt. Sie suchte Anlehnung und Absicherung in der wissenschaftlichen Nähe zu der nach 1945 aufgewerteten Humangenetik, die ihren sichtbaren Ausdruck in der 1965 gegründeten Gesellschaft für Anthropologie und Human-genetik fand. Bezüg-lich der künftigen Forschungsthemen herrschte Verunsicherung. Leider wurden die Ansätze zur Mensch-Umwelt-Forschung mit der Zielsetzung, inwieweit die historischen Umwelten an der Ausgestaltung der historischen anthropologischen Typen mit beteiligt gewesen sind, bisher nur zögernd fortgeführt, obwohl solche Forschungen nach den vergangenheitlichen Einseitigkeiten dringend notwendig wären. Die deutsche Anthropologie zog sich statt dessen auf traditionelle, klar abgrenzbare, unverfängliche und bewährte Teilgebiete zurückgezogen, z.B. auf Prähistorische und Historische Morphologie, Konstitutions-forschung, Wachstumsforschung, Sozialanthropologie, Sport- und Industrieanthropologie, erbbiologische Gutachten, ergonometrische Forschungen usw. Eine Anthropologie der Rassen wurde möglichst gemieden, wie auch der Begriff Rasse als solcher, auch wenn er nur im Sinne von 'Populationen gleicher ethnischer Herkunft' verwendet wurde. Rasseneugenik und Rassenhygiene wurden verständlicherweise völlig fallengelassen. Selbst der Fachname 'Anthropologie' als solcher ist in die Diskussion geraten. Als unbelasteter alternativer Terminus ist Humanbiologie vorgeschlagen worden. Auch ausführliche Dokumentationsversuche aller bisher bekannt gewordenen skelettmorphologischen Daten führten noch zu keinen neuen Hypothesen über die Entstehung und über die Gründe der festgestellten historischen Wandlungen der europäischen Konstitutionstypen. Dazu fehlte bisher die intensive interdiszi-plinäre Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaften, insbesondere mit der Geschichtswissen-schaft, den Sozialwissenschaften und der Ernährungslehre, wie das in der US-Forschung bereits üblich ist und beachtenswerte konstitutionshistorische Ergebnisse gebracht hat. Man kann sicher darüber streiten, ob eine Reduktion des Forschungsgebietes und die Nähe zur streng naturwissenschaftlichen Humangenetik der richtige Weg der deutschen Anthropologie zur wissenschaftsgeschichtlichen Vergangenheitsbewältigung war. Aber nachdem die deutsche Anthropologie in den letzten 150 Jahren in so enge Berührungen mit Germanismus, Nordismus, Nationalismus, Biolo-gismus und Rassismus gekommen ist, wäre ein guter Beitrag zur Vergangenheitsbewältigung die Hinwendung zu den und möglichst die erfolgreiche Bearbeitung der seit dem 19. Jh. anstehenden ungelösten Zusammenhänge des Umwelt-Lebensverhältnisse-Mensch-Gefüges mit einem vorläufigen Teilschwerpunkt auf den Gründen für die historischen kranialen und postkranialen skelettmophologischen Dimensionen. Dringend müßten z.B. die Forschungsansätze von Franz Boas wieder aufgegriffen werden, der bereits vor dem 1. Weltkrieg in die USA emigrierte und dort zu einem Hauptgegner des damaligen deutschen Vererbungsbiologismus und dann der NS-Rassenideologie wurde. Er wies damals als einer der ersten wiederholt auf die auffälligen Veränderungen der Körperform und Körper-morphologie einschließlich der kranialen Dimensionen bei Einwanderern nach Amerika und bei deren Nachkommen hin. Die US-Bevölkerungsgeschichte ist wie die europäische in der Tat ein historischer Großversuch be-züglich der langfristigen Auswirkungen unterschiedlicher Lebens-verhältnisse auf die konstitutionelle Entwicklung in der Generationenfolge, der noch nicht genügend aufgearbeitet ist, dem sich aber in den letzten beiden Jahrzehnten die sozial-historsiche US-Forschung verstärkt zuzuwenden beginnt.86 H. Wurm hat in seinen Arbeiten ebenfalls methodische Hinweise in dieser Richtung gegeben. Die deutsche Anthropologie sollte sich künftig aus der zu engen Zusammenarbeit mit der Humangenetik lösen, sich nicht nur als Humanbiologie verstehen, sondern als eine nach allen Seiten offene Wissenschaft vom Menschen, die überall den interdisziplinären Kontakt sucht und sowohl biologische, genetische und medi-zinische, als auch soziologische, historische, pädagogische, psychologische und umweltbezogene Aspekte und Fragestellungen verfolgt. In der Interdisziplinarität liegt die Zukunft der Anthropologie, nicht in einer ängstlichen Zurückgezogenheit und defensiven thematischen Forschungsreduktion.87


11. Abschließende Bemerkung


Um zu dem Ausgangspunkt dieser Skizze zurückzukommen. Deutsche Schüler und Studenten verstehen häufig nicht mehr, wie es in der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jhs. zu jenem konstitutionell orientierten germanophilen Nationalismus und dann zur NS-Rassenideologie kommen konnte. Sie wundern sich, weshalb viele damalige Gebildete sich derart für die konstitutionellen Merkmale einer historischen Bevölkerung interessieren konnten und sich mit ihr verglichen, die vor weit über 1000 Jahren gelebt hatte. Die Entstehung des National-sozialismus vermuten viele als das hauptsächliche eigenwillige Produkt der vom damaligen Großkapital gegen den Kommunismus ferngesteuerten Hitler-Phantasie. Denn Frühgeschichte und Mittelalter sind nur noch Randgebiete der Bildung geworden, mit den germanophil-nationalistisch gefärbten literarischen und künstlerischen Werken des 19. Jhs. kommt der Gymnasiast und Student nur noch nebenbei in Berührung, Forschungsarbeiten der Anthropologie und Konstitutionsforschung sind in der gebildeten Öffentlichkeit kaum bekannt oder werden gemieden, volkskundlich-traditionelle Werte und Haltungen werden häufig belächelt, Internationalismus ist modern. Das hat Vor- und Nachteile. Ein wichtiger Nachteil ist das mangelnde Wissen um die Zusammenhänge und die mangelnde Vergangenheitsbe-wältigung. Bewältigung kommt aber nur aus dem Wissen über die Zusammenhänge. Es erschien dem Verfaser deshalb wichtig, dieses typisch deutsche historische Phänomen skizzenhaft aufzurollen. Es wäre ein positives Ergebnis, wenn deutlich würde, daß das angesprochene Phänomen durch langfristige historische Ursachenkonstellationen bedingt war, die sich in Mitteleuropa zu einer einmaligen Verknüpfung zusammenfanden, die bis zu den antiken Germanenberichten zurückreicht, und daß andere Nationen mit ähnlichen historischen Voraussetzungen ähnlichen Gefahren ausgesetzt gewesen sein könnten. Für Deutschland sieht der Verfasser keine ernsthafte Gefahr einer Reaktivierung dieser schillernden germanophilen Gebildeten-Nostalgie mehr. Die Bedingungen dafür haben sich überlebt.88 Aber bei anderen heutigen Nationen ist es nicht undenkbar, daß Stolz auf und nostalgische Begeisterung für die eigene Vergangenheit künftig auch einmal nationale Kräfte freisetzen können, die dann schwer wieder zu relativieren sein werden.


Literaturverzeichnis


ADLER (198 ): Meinhard Adler, Vergangenheitsbewältigung in Deutsch-

land, 198 .


AMENT (1984): Hermann Ament, Der Rhein und die Ethnogenese der

Germanen, Prähistorische Zeitschr. 59 (1984), S. 37-47.


AMENT (1986): ders., Die Ethnogenese der Germanen aus der Sicht der

Vorgeschichte, in: Wolfram Bernhard und Annelise Kandler-Palsson

(Hrsg.), Ethnogenese europäischer Völker, Aus der Sicht der

Anthropologie und Vor- und Frühgeschichte, S. 247-256, Stuttgart

u. New York 1986.


AMMON (1893): Otto Ammon, Die natürliche Auslese beim Menschen,

Aufgrund der Ergebnisse der anthropologischen Untersuchungen der

Wehrpflichtigen in Baden und anderer Materialien, Jena 1893.


AMMON (1899), ders., Zur Anthropologie der Badener, Bericht über die

von der anthropologischen Kommission des Karlsruher Altertums-

vereins an Wehrpflichtigen und Mittelschülern vorgenommenen

Untersuchungen, Jena 1899.


AVENTINUS (1541): Johannes Aventinus/Johannes Turmayr, Chronica vom

ursprung, thaten und herkommen der uralten Teutschen, Nürnberg

1541 (deutsche Gesamtausgabe seiner Werke 1566).


AUERBACH (1907): E. Auerbach, Die jüdische Rassenfrage, Archiv f.

Rassen- u. Gesellschaftsbiologie 4 (1907), S. 332-361.


BEDDOE (1870): J. Beddoe, Stature and bulk of man in the british

isles, London 1870.


BEDDOE (1885): ders., The races of britain, Bristol u. London 1885.


BILLY (1962): Ginette Billy, La Savoie. Anthropologie physique et

raciale. Thèses présentées à la faculté des sciences de

l'université de Paris, Bulletins et Mémoires de la Société

d'Anthropologie de Paris, 11. série, nr. 1, tome 3 (1962), S.

131-218.


BOLK (1914): Louis Bolk, Über die Körperlänge der Niederländer und

deren Zunahme in den letzten Dezennien, Zeitschr. f. Morphol. u.

Anthropol. 18 (1914), S. 40-43.


CHAMBERLAIN (1895): Houston Stewart Chamberlain,


CHAMBERLAIN (1899): ders., Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts, 1899.


CHRIST (1908/09): Hermann Christ, Physischer Rückgang der Appen-

zeller Bevölkerung, Politisch-anthropol. Revue, Monatsschr. f. d.

soziale u. geistige Leben d. Völker 7 (1908/09), S. 146-151.


CONRINGUS (1666): Hermann Konring/Hermannus Conringus, De habitus

corporum Germanicorum antiqui ac novi causis, Helmstadt 1666

(3. Aufl.), in: Johann Wilhelm Göbel (Hrsg.), Hermann Konring,

Opera, Bd. 5, S. 222-253, Aalen 1971 (Reprint der Ausgabe

Braunschweig 1730).


DAHN (1890-95): Felix Dahn, Erinnerungen, 6 Bde., Leipzig 1890-95.


DENIKER (1926): Josef Deniker, Les races et les peuple de la terre,

Paris 1926 (2. Ausg.).


FEIST (1948): Sigmund Feist, Germanen und Kelten in der antiken

Überlieferung, Offenburg 1948.


FISCHER (1914): Eugen Fischer, Die Rassenmerkmale des Menschen als

Domestikationserscheinungen, Zeitschr. f. Morphol. u. Anthropol.

18 (1914), S. 479-524.


FISCHER (1933): ders, Untersuchungen über die süddeutsche Brachy-

kephalie, II: Die Gebeine aus dem karolingischen Kloster Lorsch,

Zeitschr. f. Morphol. u. Anthropol. 31 (1933), S. 283-298.


FISCHER (1938): ders., Zur Frage Brachykephalie und Schädelform,

Zeitschr. f. Morphol. u. Anthropol. 37 (1938), S. 349-528.


FISCHER (1960: ders., Langschädel - Rundschädel. Auf der Suche nach

dem Wert und Unwert des Längen-Breiten-Index, Materia Medica

Nordmark 12 (1960), S. 3-16.


GERHARDT (1938): Kurt Gerhardt, Zur Frage Brachykephalie und

Schädelform, Zeitschr. f. Morphol. u. Anthropol. 37 (1938), S.

278-489.


GOBINEAU (1853): Joseph Arthur Comte de Gobineau, Essai sur

l'inégalité des races humaines. Paris 1853.


GÜNTHER (1933): Hans F. Günther, Rassenkunde des deutschen Volkes.

München 1933 (17. Aufl.).


HÄNY-LUX (1906), J. Häny-Lux, Die Körpergröße des Menschen im Laufe

der Zeiten, Politisch-anthropol. Revue, Monatsschrift f. d.

soziale u. geistige Leben d. Völker 8 (1906), S. 433-436.


HAUSCHILD (1919-21): M. W. Hauschild, Die Göttinger Gräberschädel,

Zeitschr. f. Morphol. u. Anthropol. 21 (1919-21), S. 365-438.


HAUSCHILD (1926): ders., Die menschlichen Skelettfunde des Gräber-

feldes von Anderten bei Hannover, Zeitschr. f. Morphol. u.

Anthropol. 25 (1926), S. 221-242.


HAUSER (1909/10): Otto Hauser, Der physische Typus der Genies des

Altertums I, Politisch-anthropol. Revue 8 (1909/10), S. 467-476.


HAUSER (1910/11a): ders., Der physische Typus der Genies des Alter-

tums II, Politisch-anthropol. Revue 9 (1910/11), S. 298-306.


HAUSER (1910/11b): ders., Der Typus der englischen Genies des 19.

Jahrhunderts.. Politisch-anthropol. Revue 9 (1910/11), S. 26-38.


HAUSER (1911/12): Der physische Typus und die Herkunft der römischen

Kaiser, Politisch-anthropol. Revue 10 (1911/12), S. 225-238).


HERMAND (1972): Jost Hermand, Der Schein des schönen Lebens,

Frankfurt/M 1972 (hier Kapitel 3: Germania Germanicissima,

S. 39-54).


HOVELACQUE (1896): Ab. Hovelacque, La taille dans un canton ligure,

Revue mensuelle de l'école d'anthropologie de Paris 6 (1896), S.

51-56.


HUG (1940): Erik Hug, Die Schädel der frühmittelalterlichen Gräber

aus dem solothurnischen Aaregebiet in ihrer Stellung zur Reihen-

gräberbevölkerung Mitteleuropas, Zeitschr. f. Morphol. u.

Anthropol. 38 (1940), S. 359-528.


HUTTEN (1520): Ulrich v. Hutten, De Guaiaci medicina et morbo

Gallico (Über die Heilkraft des Guaiacum und die Franzosen-

seuche), übersetzt v. Heinrich Oppenheimer, Berlin 1902.


KLOFT (1990): Hans Kloft, Die Germania des Tacitus und das Problem

eines deutschen Nationalbewußtseins, Archiv f. Kulturgeschichte

72 (1990), S. 93-114.


KOCH (1935): E.W. Koch, Über die Veränderungen des menschlichen

Wachstums im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, Ausmaße,

Ursachen und Folgen für den einzelnen und den Staat, Leipzig.


KOLLMANN (1881): J. Kollmann, Die statistischen Erhebungen über die

Farbe der Augen, der Haare und der Haut in den Schulen der

Schweiz, Bern 1881.


KRUSE (1929): W. Kruse, Die Deutschen und ihre Nachbarvölker. Neue

Grundlegung der Anthropologie, Rassen-, Völker, Stammeskunde und

Konstitutionslehre nebst Ausführungen zur deutschen Rassen-

hygiene, Leipzig 1929.


LENZ (1931): Fritz Lenz, Die Stellung der Nationalsozialisten zur

Rassenhygiene, Archiv f. Rassen- u. Gesellschaftsbiologie 25

(1931), S. 302-308.


LINDENSCHMIT (1880): Ludwig Lindenschmit, Handbuch der Altertums-

kunde. Übersicht der Denkmale und Gräberfunde frühgeschicht-

licher und vorgeschichtlicher Zeit, 3 Teile, Teil 1: Die Alter-

tümer der merovingischen Zeit, Braunschweig 1880.


LIVI (1896-1905): R. Livi, Anthropometria militare. Risultati

ottenuti dallo spaglio dei fogli sanitarii dei militari delle

classi 1859-1863, 2 Bde., Rom 1896-1905.


MARTIN (1914): Rudolf Martin, Lehrbuch der Anthropologie, 2 Bde.,

Jena 1914 (erweiterte Neuaufl. 1928).


MARTIN u. SALLER (1957-66): Rudolf Martin und Karl Saller, Lehrbuch

der Anthropologie, 4 Bde, Stuttgart 1957-66.


MÜHLMANN (1968): Wilhelm E. Mühlmann, Geschichte der Anthropologie,

Frankfurt/M. u. Bonn 1968 (2 verb. u. erw. Aufl.).


RANKE (1881): Johannes Ranke, Zur Statistik und Physiologie der

Körpergröße der bayerischen Militärpflichtigen in den 7 rechts-

rheinischen Regierungsbezirken nach den Vorstellungslisten der

Königlichen Ober-Ersatzkommission vom Jahre 1875. München 1881

(Beiträge zur Anthropologie und Urgeschichte Bayerns, Bd. 4).


RANKE (1887): ders., Der Mensch, Bd. 2: Die heutigen und die

vorgeschichtlichen Menschenrassen, Leipzig 1887.


RECHE (1934): Otto Reche, zur Rassenkunde der Kelten, Tagungs-

berichte d. deutschen Gesellsch. f. Anthrop., Ethnol. u.

Urgesch. Jg. 1934 (1934), S. 17-25.


SALLER (1933): Karl Saller, Neue Gräberfunde aus der Provinz

Hannover und ihre Bedeutung für die Rassengeschichte Nieder-

sachsens und Europas überhaupt, Zeitschr. f. Anatomie u.

Entwicklungsgesch. 101 (1933), S. 249-293.


SALLER (1934): ders., Die Rassengeschichte der bayerischen

Ostmark, Beiträge zur deutschen Rassengeschichte II, Zeitschr.

f. Konstitutionslehre 18 (1934), S. 229-261.


SALLER (1961): ders., Die Rassenlehre des Nationalsozialismus in

Wissenschaft und Propaganda, Darmstadt 1961.


SCHEMANN (1910): Ludwig Schemann, Gobineaus Rassenwerk,

Aktenstücke und Betrachtungen zur Geschichte und Kritik des

"Essai sur l'inégalité des races humaines", Stuttgart 1910.


SCHEMANN (1911/12): ders., Neues aus der Welt Gobineaus. Echo auf

ein Buch, Politisch-anthropologische Revue 10 (1911/12), S.

603-609.


SCHIPPERGES (1977): Heinrich Schipperges, Zur Begriffsgeschichte der

Anthropologie, in: Peter Schröter (Hrsg.), Festschrift 75 Jahre

Anthropologische Staatssammlung München, S. 311-319, München 1977

(Selbstverlag der Anthropologischen Staatssammlung München).


SCHMIDT (1865: Karl Schmidt, Die Anthropologie. Die Wissenschaft vom

Menschen in ihrer geschichtlichen Entwicklung und auf ihrem

gegenwärtigen Standpunkt, 2 Teile, Dresden 1865.


SCHMIDT (1889): ders., Die Judenhetze, Wiesbaden (2. Aufl.).


SÜSSMUTH (1984): H. Süssmuth, Historische Anthropologie. Der Mensch

in der Geschichte, Göttingen 1984.


SCHWIDETZKY (1988): Ilse Schwidetzky, Geschichte der Anthropologie,

in: Rainer Knußmann (Hrsg.), Anthropologie, Handbuch der verglei-

chenden Biologie des Menschen, zugleich 4. Aufl. des Lehrbuches

der Anthropologie, begründet von Rudolf Martin, Bd. 1: Wesen und

Methoden der Anthropologie, S. 47-126, Stuttgart u. New York

1988.


SCHIMMER (1884): G. A. Schimmer, Erhebungen über die Farbe der

Augen, der Haare und der Haut bei den Schulkindern Österreichs,

Wien 1884.


SPIEGEL-RÖSING u. SCHWIDETZKY (1982): I. S. Spiegel-Rösing und Ilse

Schwidetzky, Maus und Schlange. Untersuchungen zur Lage der

deutschen Anthropologie, München 1982.


STUDER (1880): Th. Studer, Über die statistische Aufnahme der Farbe

der Haut, der Haare und der Augen im Kanton Bern, Bern 1880.


TACITUS (um 98 n. Zr.): Publius Cornelius Tacitus, De origine, situ,

moribus et populis Germanorum.


VIRCHOW (1877): Rudolf Virchow, Beiträge zur physischen Anthropo-

logie der Deutschen mit besonderer Berücksichtigung der Friesen,

Berlin 1877 (= Abdruck aus den Abhandlungen der königl. Akademie

d. Wissensch. zu Berlin 1876).


VIRCHOW (1885): ders., Gesamtbericht über die von der deutschen

anthropologische Gesellschaft veranlaßte Erhebung über die Farbe

der Haut, der Haare und der Augen der Schulkinder in Deutschland:

Die Verbreitung des blonden und des brünetten Typus in Mittel-

europa, Sitzungsberichte d. königl. Akademie d. Wissensch. zu

Berlin, Jg. 1885 (1885), S. 39-47.


WIMPFELING (1501): Jakob Wimpfeling, Wimpfelings Seletstadiensis

epitome Germanorum, in: ders., Opera, 1532, S. 315ff.


WOLTMANN (1903/04): Ludwig Woltmann, Die Germanen und die

Renaissance in Italien, Politisch-anthropologische Revue 2

(1903/04), S. 861-868.


WURM (1983): Helmut Wurm, Sozialschichtenspezifische Körperhöhen-

entwicklung von der Völkerwanderung bis zum 17. Jahrhundert im

Bereich des Deutschen Reiches unter besonderer Berücksichtigung

der Adelsschicht, Homo 34 (1983), S. 177-193.


WURM (1985a):, ders., Über Hypothesen und Ursachen der Körperhöhen-

progressionen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts - eine wissen-

schaftshistorische Rückschau , 2 Teile, Gegenbaurs morphol.

Jahrb. 131, S. 589-610 und 733-756.


WURM (1985b): ders., Zur Geschichte der Körperhöhenschätzmethoden

nach Skeletfunden (Körperhöhenschätzungen für Männer): Die

vorgeschlagenen Ansätze zur Körperhöhenschätzung nach Skelet-

funden seit der Mitte des 20. Jahrhunderts, Gegenbaurs morphol.

Jahrb. 131 (1985), S. 383-432.


WURM (1986a): Konstitution und Ernährung, III: Zur Konstitution und

Ernährung der frühgeschichtlichen Germanen, Gegenbaurs morphol.

Jahrb. 132 (1986), S. 899-951.


WURM (1986b): ders., Zur Geschichte der Körperhöhenschätzmethoden

nach Skelettfunden. Vorschläge zur Körperhöhenschätzung nach

Skelettfunden bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, Anthropol.

Anzeiger, 44 (1986), S. 149-167.


WURM (1989a): ders., Das Brachycephalisationsproblem, ein

ernährungskonstitutionelles Problem?, Gegenbaurs morphol. Jahrb.

135 (1989), S. 689-696.


WURM (1989b):, ders., Ethnogenetische und sozialkonstitutionelle

Aspekte bei konstitutionshistorischen Untersuchungen an völker-

wanderungszeitlich-frühmittelalterlichen nordisch-germanischen

Stammesverbänden, Anthropol. Anzeiger 47 (1989), S. 353-377.


WURM (1989-1990): ders., Ernährungskonstitutionen, die Geschichte

gemacht haben, 2 Teile, Würzburger medizinhistorische Mittei-

lungen 7 (1989), S. 259-290, und 8 (1990), S. 255-277.


WURM (1990a): ders., Spätantike konstitutionshistorische und sozial-

anthropologische Beobachtungen an mittel- und nordeuropäischen

Bevölkerungen der Völkerwanderungszeit, Anthropol. Anzeiger 48

(1990), s. 165-193.


WURM (1990b): ders., Vorarbeiten zu einer interdisziplinären Unter-

suchung über die Körperhöhenverhältnisse der Deutschen im 19.

Jahrhundert und der sie beeinflussenden Lebensverhältnisse, 2

Teile, Gegenbaurs morphol. Jahrb., 136 (1990), S. 4o5-429 und

503-524.


WURM (1992): ders., Vorarbeiten zu ernährungskonstitutionellen

Untersuchungen an deutschen Populationen des Früh- und beginnen-

den Hochmittelalters (ca 75o bis 1000 n. Zr.): Einfache und

mittlere weltliche Sozialschichten, Adelsschichten und umwohnende

Bevölkerungen/Gefolgschaften, klerikale und klösterliche

Sozialschichten, Manuskript 1992.


WURM (1993): ders., Menschentyp und Macht im Früh- und beginnenden

Hochmittelalter (750 bis 1000 n. Chr.). Vorarbeiten zu den

Konstitutionstypen führender Persönlichkeiten und ausgewählter

Populationen im Bereich des deutschen Siedlungsraumes nach

zeitgenössischen Mitteilungen, Würzburger medizinhistorische

Mitteilungen, 11 (1993), S. 235-260).


WURM (1995): ders., Die Abnahme der mittleren Körperhöhe und die

Verrundung des Kopfes in Mitteleuropa von späten Mittelalter bis

zur Neuzeit - ein seit über einem Jahrhundert ungelöstes inter-

disziplinäres Problem, Manuskript 1995.


WURM u. LEIMEISTER (1986): Helmut Wurm und Helmut Leimeister, Ein

Beitrag zur spezifischen Auswahl von Vorschlägen zur

Körperhöhenschätzung nach Skeletfunden, zur Vergleichbarkeit

von Schätzergebnissen und zur allgemeinen Problematik

realisticher Lebendhöhenschätzungen, Gegenbaurs morphol. Jahrb.

132 (1986), S. 69-110.


1   2   3   4   5   6   7

Похожие:

Zur Bedeutung der antiken ethnographischen und konstitutionellen Berichte über die sogenannten Germanen für die Entstehung und Ausprägung des deutschen iconIntellektuelle, politische Eliten, der Staat und die Nation: Aspekte des Nationenaufbaues und nachnationaler Politik in Österreich

Zur Bedeutung der antiken ethnographischen und konstitutionellen Berichte über die sogenannten Germanen für die Entstehung und Ausprägung des deutschen iconArchiv fur die Geschichte LIV-, Est- und Curlands. 1883 nf 09 Neue Quellen zur Gesch des Unterg livland Selbst Archive Kopenhagen 01

Zur Bedeutung der antiken ethnographischen und konstitutionellen Berichte über die sogenannten Germanen für die Entstehung und Ausprägung des deutschen iconInformationen über die Fakultät für Philologien und Geschichte

Zur Bedeutung der antiken ethnographischen und konstitutionellen Berichte über die sogenannten Germanen für die Entstehung und Ausprägung des deutschen iconEnthaltend: Die Geschichte des ewigen Juden, die Abenteuer der sieben Schwaben, nebst vielen andern erbaulichen und ergötzlichen Historien

Zur Bedeutung der antiken ethnographischen und konstitutionellen Berichte über die sogenannten Germanen für die Entstehung und Ausprägung des deutschen iconDie große eBook-Bibliothek der Weltliteratur
«Das habe ich an mir selber erfahren und die ersten Anregungen zu diesen»Wanderungen durch die Mark«sind mir auf Streifereien in...
Zur Bedeutung der antiken ethnographischen und konstitutionellen Berichte über die sogenannten Germanen für die Entstehung und Ausprägung des deutschen iconDirektorium über die Volksfrömmigkeit und die Liturgie

Zur Bedeutung der antiken ethnographischen und konstitutionellen Berichte über die sogenannten Germanen für die Entstehung und Ausprägung des deutschen iconDer Asylgerichtshof hat durch den Richter Dr. Steininger als Vorsitzenden und den Richter Dr. Kinzlbauer, LL: M., als Beisitzer über die Beschwerde des XXXX

Zur Bedeutung der antiken ethnographischen und konstitutionellen Berichte über die sogenannten Germanen für die Entstehung und Ausprägung des deutschen iconAbsolventen des Bachelorstudienganges Medizintechnik sollen grundlegende Methodiken und das aktuelle Wissen der Ingenieurwissenschaften beherrschen und zur

Zur Bedeutung der antiken ethnographischen und konstitutionellen Berichte über die sogenannten Germanen für die Entstehung und Ausprägung des deutschen iconGrußbotschaft zur Gedenkveranstaltung für die Opfer der Atombombenabwürfe

Zur Bedeutung der antiken ethnographischen und konstitutionellen Berichte über die sogenannten Germanen für die Entstehung und Ausprägung des deutschen iconСписок приглашенных на 13 Республиканскую конференцию молодых исследователей «Будущее Карелии» Иностранные языки
Кулабухова Софья "Die Rolle des Computers im Leben der Jugendlichen in Russland und in Deutschland" (г. Петрозаводск, Лицей №1, 11...
Разместите кнопку на своём сайте:
Библиотека


База данных защищена авторским правом ©lib.znate.ru 2014
обратиться к администрации
Библиотека
Главная страница