Ansprache von johannes paul II. An die teilnehmerinnen des 21. Generalkapitels der kongregation der heiligen familie von nazaret




НазваниеAnsprache von johannes paul II. An die teilnehmerinnen des 21. Generalkapitels der kongregation der heiligen familie von nazaret
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3. Angesichts der Vielzahl von Erwartungen und Vorhaben, die eure tägliche Arbeit kennzeichnen, sollt ihr euch stets bewußt sein, daß jede Entscheidung und jedes Programm zum Scheitern verurteilt ist, wenn es nicht im Kontext einer individuellen und gemeinschaftlichen Suche nach Heiligkeit entsteht.

Das Streben nach Heiligkeit, »dieser ›hohe Maßstab‹ des gewöhnlichen christlichen Lebens« (vgl. ebd., 31), wird euch dabei helfen, eure Arbeit in konsequentes Handeln umzusetzen, wenn ihr euch für die Inkulturation des Evangeliums einsetzt oder versucht, Frieden in die verschiedenen und komplexen, häufig von der Logik der Gewalt und des Todes beherrschten Situationen zu bringen, in denen ihr arbeitet.

Damit ihr eurem franziskanischen Charisma entsprechend das große Gebot der Liebe bezeugen und ein von Freude und Beharrlichkeit erfülltes Leben führen könnt, müssen eure Gemeinschaften und eure Werke zu wahrhaftigen Bereichen und Schulen der Brüderlichkeit werden, wo die Spiritualität der Gemeinschaft als Lebensstil und grundlegendes Erziehungsprinzip hervortritt. Zu diesem Zweck sollte der Beitrag aller Mitschwestern, auch der älteren, deren reiche Erfahrung und Reife wertvoll ist, berücksichtigt und wertgeschätzt werden.

Gewiß wird aus eurem Zeugnis und eurem Gebet jene erhoffte Blüte der Berufungen hervorgehen, die dem alten und fruchtbaren Baum eures Instituts neue Nahrung und reiche Früchte bringen wird. Vor allem dürft ihr nicht vergessen, daß die Kontemplation und das Hören des Gotteswortes die innere Kraft jeder apostolischen Tätigkeit und das pulsierende Herz eines intensiv gelebten und ausgeglichenen Ordenslebens ist.

Möge die Jungfrau Maria als Vermittlerin des Glaubens und der Hoffnung tagtäglich eure geistige und missionarische Arbeit unterstützen. Ihr vertraue ich eure Mission als Erzieher und Ausbilder an, euren Wunsch, den Brüdern zu dienen sowie die Arbeit und die hochherzigen Vorsätze dieses Generalkapitels.

Durch die Fürsprache des hl. Franziskus und der hl. Klara von Assisi erbitte ich für eure Kongregation die himmlischen Gaben des Friedens und des Wohlergehens und erteile euch, euren Mitschwestern und allen, denen eure pastorale Arbeit zugute kommt, meinen besonderen Apostolischen Segen.

Aus dem Vatikan, am 6. Juli 2001


ANSPRACHE VON JOHANNES PAUL II. AN DIE VON JANUAR 2000 BIS JUNI 2001 NEU GEWEIHTEN BISCHÖFE

Donnerstag, 5. Juli 2001

Liebe Mitbrüder im Bischofsamt!

1. Es ist mir eine Freude, euch neugeweihte Bischöfe herzlich willkommen zu heißen. Ihr nehmt an dem Studientreffen teil, das die Kongregation für die Bischöfe anberaumt hat. Ich begrüße den Präfekten des Dikasteriums, Kardinal Giovanni Battista Re, und danke ihm für die an mich gerichteten Grußworte. Als euer Sprecher hat er eure Gefühle zum Ausdruck gebracht und eure Verbundenheit und Liebe zum Papst bekräftigt. Ich danke auch dem geschätzten P. Marcial Maciel aufrichtig für die fürsorgliche Gastfreundschaft, die die Legionäre Christi den Seminarteilnehmern in diesen Tagen des Gebets, des Hörens und Nachdenkens gewährt haben.

Die Initiative, der es zu verdanken war, daß sich die jüngst ernannten Bischöfe aus verschiedenen Ländern in Rom versammelt haben, ist lobenswert hervorzuheben. Liebe Mitbrüder im Bischofsamt, ihr seid in Rom zu einem Treffen in brüderlicher Gemeinschaft zusammengekommen, um einige Themen und praktische Fragen eingehend zu erörtern, die das Leben eines Bischofs vorrangig in Anspruch nehmen. Ich bin sicher, daß das Zeugnis einiger Hirten, die seit vielen Jahre Bischöfe sind, sowie das Zeugnis einiger Leiter von Dikasterien der Römischen Kurie für euch, die ihr erst seit kurzem dieses Amt bekleidet, von großem Nutzen waren.

2. Ich weiß, daß euer Treffen auch und vor allem eine Wallfahrt zum Grab des Apostels Petrus sein sollte, um die kollegiale Gemeinschaft unter euch und mit dem Nachfolger des Petrus zu festigen, den Christus als Prinzip und sichtbares Fundament der Einheit der Kirche gewollt hat.

Meinerseits möchte ich euch meiner geistlichen Nähe versichern und euch im Glauben und Vertrauen auf Jesus Christus stärken, der euch zu Hirten seines Volkes in dieser unserer Zeit berufen und eingesetzt hat.

Das Zusammensein in diesen Tagen war sicher auch ein eindrucksvolles Ereignis der Gnade, das in euch eine neue Zustimmung zu eurer Identität hervorgerufen hat. Es war eine Gelegenheit zum Nachdenken darüber, wie ihr »die Gnade Gottes wieder entfachen könnt«, die euch – wie der Apostel Paulus an Timotheus schreibt – durch die Auflegung der Hände und unter der Führung »des Geistes der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit« zuteil geworden ist (vgl. 2 Tim 1,6 – 7).

Meine lieben Mitbrüder, ihr seid die Bischöfe des beginnenden neuen Jahrtausends! Ja, wir leben in einer schwierigen und komplizierten Welt. Das geht aus der Reihe der Fragen hervor, die ihr in diesen Tagen in Vorträgen und Debatten behandelt habt. Das Bischofsamt steht nicht im Zeichen des Triumphes, sondern im Zeichen des Kreuzes Christi. Denn durch das Weihesakrament seid ihr mit Christus noch enger verbunden und ihm ähnlicher geworden. Nichts soll euch verwirren, denn Christus ist unsere Hoffnung (vgl. 1 Tim 1,1). Er geht mit euch gestern, heute und in Ewigkeit (vgl. Hebr 13,8). Er ist mit uns als der oberste Hirt (vgl. 1 Petr 5,4). Er führt seine Kirche zur Fülle der Wahrheit und des Lebens.

3. Wenn ihr euer Amt ausübt, sollt ihr vor allem vom Geist des Dienstes erfüllt sein. Die Rolle des Bischofs wird heute mehr denn je als Dienst verstanden. Das Konzilsdekret Christus Dominus erinnert uns daran: »Bei der Erfüllung ihrer Vater- und Hirtenaufgabe seien die Bischöfe in der Mitte der Ihrigen wie Diener« (Nr. 16). Der Bischof ist Diener aller. Er steht in Gottes Diensten und aus Liebe zu Ihm auch im Dienst der Menschen.

»Der Bischof als Diener des Evangeliums für die Hoffnung der Welt« lautet das Thema der 1. Ordentlichen Vollversammlung der Synode im kommenden Herbst, die das Leben und das Amt der Bischöfe behandelt.

Der Bischof muß sein Amt und seine Autorität als Dienst an der Einheit und Gemeinschaft ausüben. Als Bischöfe sind wir dazu berufen, das Volk Gottes auf den Weg der Heiligkeit zu führen. Deshalb müssen wir auf Christus als unser Vorbild schauen. Der Erfolg unseres Hirtenamtes ist nicht an der bürokratischen Organisation oder an statistischen Daten zu messen. Die Heiligkeit hat andere Maßstäbe.

Die Aufgabe eines Bischofs ist es, »lebendiges Zeichen Jesu Christi« zu sein (Lumen gentium, 21), Zeichen der Liebe Christi zu jeder menschlichen Person. Unsere Fähigkeit, Christus der Welt zu zeigen, hängt zum Großteil von der Glaubwürdigkeit unserer Christus-Nachfolge ab.

Die persönliche Heiligkeit ist die Voraussetzung für die Fruchtbarkeit unseres Dienstes als Bischöfe der Kirche. Unsere Gemeinschaft mit Jesus Christus bestimmt die Glaubwürdigkeit unseres Zeugnisses für das Evangelium und die übernatürliche Wirksamkeit unserer Tätigkeit und unserer Unternehmungen. Wir können »den unergründlichen Reichtum Christi« (Eph 3,8) nur dann mit Überzeugung verkünden, wenn wir der Liebe und Freundschaft zu Christus treu bleiben.

4. Ihr habt erst vor kurzem das Weihesakrament empfangen und werdet oft an jenen bewegenden Moment zurückdenken und an das dreifache »munus«, das euch aufgetragen wurde: Lehrer des Glaubens zu sein durch die Verkündigung jener Wahrheit, die ihr empfangen habt mit dem Auftrag, sie treu weiterzugeben; Verwalter der Geheimnisse Gottes zur Heiligung der Menschen zu sein; Hirten und Führer des Volkes Gottes zu sein, das Christus mit seinem Blut losgekauft hat. Ich hoffe von Herzen, daß die gelebte Erfahrung dieser Tage den Geist des Dienstes in euch neu entfachen möge, der in Christus, dem guten Hirten, sein Vorbild hat.

5. Liebe Bischöfe, der apostolische Dienst bringt – wie wir wissen – Freuden und Hoffnungen, aber auch Schwierigkeiten, Ängste und riesige pastorale Anforderungen mit sich. Aber ihr seid in eurem Dienst nicht allein, denn als Nachfolger der Apostel seid ihr vereint mit dem Papst, dem Nachfolger des Apostels Petrus, und mit allen Mitgliedern des Bischofskollegiums, mit allen Bischöfen in der Welt. Die außerordentlichen Herausforderungen, vor die wir gestellt sind, sind heute, in dieser Stunde, auch eine große Chance.

Im Rückblick auf die reiche Erfahrung des Heiligen Jahres, das ein großes Verlangen nach Christus in der Welt deutlich gemacht hat, möchte ich euch das Apostolische Schreiben Novo millennio ineunte symbolisch übergeben, das die Leitlinien des Weges der Kirche in dieser neuen Geschichtsperiode aufzeigt und ihre Ausrichtung auf neue apostolische Zielsetzungen darlegt.

Auch zu euch sage ich: »Duc in altum« (vgl. Lk 5,4), fahrt mutig hinaus mit Segeln, die ausgespannt sind für das Wehen des Heiligen Geistes.

Ich meinerseits umarme euch und versichere euch meines ständigen Gebetsgedenkens am Altar Gottes, daß er das geistliche Band stärke, das uns eint. Wir wollen gemeinsam mit neuem Eifer das Reich Gottes aufbauen für die Hoffnung der Welt. Das wahre Maß eures Erfolges besteht in einer immer größeren Heiligkeit, einem liebevolleren Dienst an denen, die in Not sind, und in der Hilfe »in caritate et veritate« für alle.

Wir vertrauen Maria, der Mutter der Kirche, die in diesen Tagen gereiften Vorhaben an, damit sie euch unter ihren mütterlichen Schutz nehme und alle eure pastoralen Anstrengungen Frucht bringen lasse.

Mit diesen Empfindungen erteile ich jedem von euch von Herzen meinen besonderen Apostolischen Segen, in den auch die eurer Hirtensorge anvertrauten Gemeinschaften eingeschlossen sind.


Botschaft von Johannes Paul II. an die Teilnehmer der von der Päpstlichen Akademie für das Leben veranstalteten Studientagung

Hochwürdigste Mitbrüder im Bischofs- und Priesteramt, sehr geehrte Damen und Herren!

1. Herzlich begrüße ich jeden einzelnen anläßlich dieses Studientreffens, das von der Päpstlichen Akademie für das Leben einberufen wurde, um das heikle Problem des Erlaubtseins der Xenotransplantation zu untersuchen. Ich danke besonders dem Vizepräsidenten der Akademie und Leiter eurer Gruppe, dem werten Msgr. Elio Sgreccia.

Die Zielsetzung eurer Arbeit ist vor allem im Interesse des Menschen, denn sie erwächst aus der Notwendigkeit, das Problem des großen Mangels an menschlichen Organen, die für die Transplantation geeignet sind, zu lösen. Wie man weiß, führt dieser Mangel zum Tod eines hohen Prozentsatzes von Kranken, die auf der Warteliste stehen und durch die Transplantation gerettet werden könnten;damit würde ein noch fähiges und immer wertvolles Leben verlängert.

2. Sicher wirft die Übertragung von Organen und Geweben des Tieres auf den Menschen neue wissenschaftliche und ethische Fragen auf. Ihr habt diese mit Verantwortung und Kompetenz eingehend behandelt. Am Herzen lag euch dabei das Wohl und die Würde der menschlichen Person und zugleich die möglichen nicht immer vorhersehbaren und quantitativen Risiken sowie die aufmerksame Sorge um die Tiere, die immer geboten ist, auch wenn man bei ihnen einen Eingriff zum höheren Wohl des Menschen macht, der ein geistbeseeltes Lebewesen und nach dem Bild Gottes geschaffen ist.

Die Wissenschaft ist in diesem Bereich die unumgängliche Führerin und schenkt wertvolle Erleuchtung. Die wissenschaftliche Forschung muß aber in einem rechten Zusammenhang stehen und sich ständig am Wohl des Menschen und am Schutz seiner Gesundheit orientieren.

3. Die Anthropologie und die Ethik ihrerseits sind immer mehr gerufen, einzugreifen, um die nötige und zusätzliche Erleuchtung anzubieten. Sie müssen Werte und Maßstäbe bestimmen, an die man sich zu halten hat, und zugleich die Bedingungen für die Harmonie und Hierarchie unter ihnen festlegen.

Immer öfter ist festzustellen, wie aus eurer Anwesenheit und der Zusammensetzung eurer Gruppe hervorgeht, daß die Verbindung zwischen Wissenschaft und Ethik beide Wissenszweige bereichert und sie zur konvergierenden Hilfe auffordert, die dem einzelnen Menschen und der Gesellschaft zu leisten ist.

Die Vorsicht und die klaren Bedingungen für die Durchführung der Xenotransplantation, die ihr hervorgehoben habt, sind Frucht dieses Dialogs und dieser Konvergenz.

4. Das vom Glauben bekräftigte vernünftige Denken führt zu dem Ergebnis, daß der Schöpfergott den Menschen an die Spitze der sichtbaren Welt gestellt und ihm aufgetragen hat, den eigenen Weg am wahren Wohl jedes Nächsten unter Achtung der eigenen Würde auszurichten.

Deshalb bietet die Kirche immer ihre Unterstützung und Hilfe demjenigen an, der das wahre Wohl des Menschen mit der vom Glauben erhellten Vernunft sucht. »Glaube und Vernunft sind wie die beiden Flügel, mit denen sich der menschliche Geist zur Betrachtung der Wahrheit erhebt« (Fides et ratio, Einleitung).

Mit dem Ausdruck meiner Hochschätzung für die geleistete Arbeit und die hochherzige Anstrengung im Dienst an der leidenden Menschheit rufe ich auf euch, eure Familien und auf die Personen, mit denen ihr eure Forschungen durchführt, den Segen Gottes herab, in dem alle Erkenntnis und Güte ist.

Aus dem Vatikan, am 1. Juli 2001


GRUßWORTE VON JOHANNES PAUL II. BEI DER VORFÜHRUNG DES FILMS "QUO VADIS?"

Donnerstag, 30. August 2001

1. Meine aufrichtige Dankbarkeit möchte ich allen aussprechen, die heute abend diese Voraufführung eines unter mehreren Aspekten so bedeutenden Werkes ermöglicht haben. Zunächst beglückwünsche ich den Regisseur Jerzy Kawalerowicz und den Produzenten Miroslaw Slowinski dazu, ein so umfassendes Werk hervorgebracht zu haben; es belegt die Aktualität des Romans von Henryk Sienkiewicz, den er vor über einem Jahrhundert verfaßte und für den er 1905 den Nobelpreis erhielt.

Diese neue Kinofassung entstand anläßlich des Jahres 2000. Während des Großen Jubiläumsjahres ist Christus gewissermaßen erneut durch die Straßen Roms und der ganzen Welt gegangen. Und wir wiederholten Ihm gegenüber jene Worte des Apostels Petrus, die der hl. Ambrosius niederschrieb (vgl. Serm. c. Auxentium, 13): »Domine, quo vadis? Herr, wohin gehst du?« Und Jesus hat uns wie damals geantwortet: »Veni iterum crucifigi. Ich komme, um mich erneut kreuzigen zu lassen.« Das bedeutet: Ich komme, um zu Beginn des dritten Jahrtausends mein Heilsgeschenk für alle Menschen zu erneuern. In dieser Perspektive nimmt die Absicht des Regisseurs, die Frage des Petrus so zu interpretieren, als sei sie an den heutigen Menschen gerichtet, eine tiefe Bedeutung an: »Quo vadis, homo? Wohin gehst du, Mensch?« Gehst du Christus entgegen oder folgst du anderen Wegen, die dich weit weg von Ihm und dir selbst führen?

Diese Fragestellung erhält eine besondere Eindringlichkeit, wenn wir bedenken, daß der Ort, an dem wir uns in diesem Augenblick aufhalten, derselbe ist, an dem sich vor zweitausend Jahren manche der im Roman und im Film »Quo Vadis?« nacherzählten Geschehnisse ereigneten. Wir befinden uns nämlich auf dem Gebiet des Zirkus des Kaisers Nero, wo nicht wenige Christen, darunter auch der hl. Petrus, den Märtyrertod erlitten. Stummer Zeuge jener tragischen und glorreichen Ereignisse ist der Obeslisk:Es ist derselbe, der damals in der Zirkusmitte aufgestellt war und sich seit dem 16. Jahrhundert mitten auf dem Petersplatz, im Herzen der katholischen Welt, befindet. Auf diesem Obelisk erhebt sich das Kreuz, fast so als wolle es uns daran erinnern, daß Himmel und Erde vergehen werden, wie die Imperien und Reiche der Menschen, Christus aber bleibt: Er ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.

Nach den Worten auf italienisch fuhr der Papst auf polnisch fort:

2. Herzlichen Dank für diesen besonderen Abend an alle Anwesenden, besonders an die Produzenten des Films und an den Regisseur Jerzy Kawalerowicz, an die ausgezeichneten Darsteller und alle, die zur Erstellung dieses Werkes beigetragen haben.

Eine künstlerische Bewertung des Films werden bald die Kritiker vornehmen. Ich möchte nur für die Umsichtigkeit danken, mit der dieser Film produziert worden ist – Umsichtigkeit nicht nur in bezug auf das Meisterwerk von Sienkiewicz, sondern vor allem auf die christliche Überlieferung, aus der es hervorgegangen ist. Man kann das heutige Bild der Kirche und der christlichen Spiritualität nicht verstehen, wenn man nicht zu den religiösen Erfahrungen jener Menschen zurückkehrt, die sich von der »guten Nachricht« über Jesus Christus begeistern ließen und zu seinen Zeugen wurden. Man muß sich in dieses Drama, das sich in ihren Seelen ereignete, hineindenken. Dort standen einander gegenüber: menschliche Furcht und übermenschlicher Mut; der Wunsch zu leben und der Wille, treu zu sein bis in den Tod;das Gefühl der Einsamkeit angesichts von unbeirrbarem Haß und gleichzeitig die Erfahrung der Macht, die aus der nahen, unsichtbaren Gegenwart Gottes und aus dem geteilten Glauben der entstehenden Kirche hervorgeht. Man muß auf dieses Drama zurückkommen, um sich die Frage stellen zu können: Ereignet sich auch in mir etwas von diesem Drama? Der Film »Quo Vadis?« ermöglicht eine Rückkehr zu dieser Überlieferung tiefgehender Prüfungen und hilft, sich in ihr wiederzufinden.
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