Klimawandel. Heute beginnt auf Bali, der „Insel der Götter”, die Kyoto-Nachfolgekonferenz. Vor einer schwierigen Einigung




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E-Mail Pressespiegel

17.10.2012







NRZ Montag 03.12.2007





NRZ Montag 03.12.2007

Klimagipfel

Bali: Fahrplan gesucht

Jan Jessen

KLIMAWANDEL. Heute beginnt auf Bali, der „Insel der Götter”, die Kyoto-Nachfolgekonferenz. Vor einer schwierigen Einigung.




Ab heute schaut die Welt nach Bali. Auf der indonesischen „Insel der Götter" treffen sich zehntausend Vertreter aus 192 Staaten der Erde um über das zweifelsohne wichtigste langfristige Menschheitsproblem zu diskutieren: Die Frage, wie der menschengemachte Klimawandel einigermaßen in den Griff zu bekommen ist.

Klar ist: Gestoppt werden kann der globale Temperaturanstieg nicht mehr; das haben der im November vorgestellte „Synthesebericht" des Weltklimarates und andere Klima-Studien eindrucksvoll gezeigt. Insbesondere die Menschen in den ärmeren Ländern der Welt werden in den nächsten Jahrzehnten mit einer Zunahme von Überschwemmungen, Dürren und „extremen Wetterereignissen" zu kämpfen haben.

So wie bisher, geht es nicht weiter

Es geht in Bali nur darum, diesen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 in einem für die Menschheit einigermaßen verträglichen Rahmen zu halten, einem Anstieg von etwa zwei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Dazu muss sich die Menschheit auf einen Weg verständigen, wie in den kommenden Jahren der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen, insbesondere des durch die Verbrennung von Kohle und Erdöl entstehenden Kohlendioxids, deutlich reduziert werden kann. Nach Ansicht des Weltklimarates ist bis 2050 eine Reduzierung von 50 Prozent nötig, um die Zwei-Prozent-Zielmarke zu erreichen.

Klar ist auch: Die Delegierten werden sich auf Bali nicht auf einen Nachfolgevertrag des Kyoto-Protokolls von 1s997 einigen, in dem sich die Industriestaaten verpflichteten, ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2012 um fünf Prozent zu reduzieren. Allenfalls wird am Ende der zweiwöchigen Verhandlungen ein Fahrplan stehen, mit dem Ziel, bei der Weltklimakonferenz 2009 in Kopenhagen einen solchen Vertrag zu verabschieden.



Schon die Einigung auf diesen Fahrplan wird schwierig genug. In den Industrieländern herrscht weitgehend Konsens, dass dringender Handlungsbedarf besteht; selbst in den USA und Australien, die das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnet haben, scheint die Erkenntnis zu reifen, dass es so wie bisher nicht weitergeht. So mahnte US-Außenministerin Condoleezza Rice jüngst langfristige, globale Ziele zur Reduzierung der Treibhausgase an, ohne allerdings Vorgaben zu nennen. Ein ernsthaftes Engagement der USA wird allerdings erst für die Zeit nach der nächsten Präsidentschaftswahl, also dem Ende der Ära Bush, erwartet.

Zähe diplomatische Verhandlungen stehen insbesondere mit den Schwellenländern wie China, Brasilien und Indien sowie den Entwicklungsländern an. Diese wollen dem Klimaschutz nicht ihr wirtschaftliches Wachstum opfern und sehen die Industriestaaten als Hauptverursacher des Klimawandels in der Pflicht. Die Chinesen, die im nächsten Jahr die USA als größten Treibhausgas-Emittenten ablösen werden - wobei der Pro-Kopf-Ausstoß noch weit unter dem der meisten Industriestaaten liegen wird - haben im Vorfeld von Bali schon deutlich gemacht, dass sie bindende Ziele für den Klimaschutz ablehnen. Sie fordern wie auch die G77, die größte Gruppe der Entwicklungsländer, von den Industriestaaten technologische und finanzielle Hilfe für den Klimaschutz. Die Organisation der erdölproduzierenden Länder (Opec) hat sich bei ihrem jüngsten Gipfel ebenso nur auf schwammige Aussagen zum Klimaschutz („die Erderwärmung ist eine langfristige Herausforderung") einigen können, wie die südostasiatische Staatengemeinschaft Asean, die sich bei ihrem Gipfeltreffen im November lediglich darauf verständigen konnte, bis 2020 mindestens zehn Millionen Hektar Wald zu pflanzen.

Bis dahin will die Europäische Union den Treibhausgas-Ausstoß ihrer Mitgliedsländer um 30 Prozent reduzieren, allerdings nur, wenn sich die anderen Industrienationen ebenfalls zu ähnlichen Zielmarken durchringen können. Das wurde beim EU-Gipfel im Frühjahr beschlossen.

Deutschland reist als Klimastreber nach Bali: Die Bundesregierung will bis 2020 eine Reduzierung der Treibhausgase um 40 Prozent erreichen. Dazu wird das Bundeskabinett am Mittwoch das umfangreiche Klimapaket verabschieden, das unter anderem ein flächendeckendes Sanierungsprogramm für Altbauwohnungen und den Ausbau erneuerbarer Energien vorsieht.

Angela Merkels Videobotschaft

Damit wolle man, so Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Videobotschaft, zeigen, „was Deutschland für den Klimaschutz tut". Ob das reicht, die anderen Nationen der Erde von der Notwendigkeit des Klimaschutzes zu überzeugen, wird sich in den kommenden Tagen auf der Insel der Götter zeigen - sehr wahrscheinlich ist es nicht. (NRZ)


Kommentar aus dem Forum „Der Westen.de“ Montag 03.12.2007

Ein Land, dass über 20 neue Kohlekraftwerke plant und gleichzeitig aus der Atomenergie aussteigt ist kein Klimastreber, sondern macht sich international nur unglaubwürdig.

CO2-Reduktion um 40% bis 2020! Einfach nur lächerlich!

# von anaheim, am 03.12.2007 um 12:05


Der Westen.de Montag 03.12.2007

Asien will Wachstum vor allem mit Klimakiller Kohle anheizen

Nusa Dua. Kohle ist Gift für das Klima. Die Verbrennung produziert jede Menge Treibhausgase und beschleunigt den Klimawandel. Kohle ist nach Öl die zweitgrößte Quelle für Kohlendioxid-Emissionen. Doch ist Kohle auch die billigste Energiequelle der Welt.



Von einer Debatte über den Kohleausstieg wie in Deutschland kann deshalb weltweit nicht die Rede sein, im Gegenteil: Das US-Energieministerium schätzt, dass der Bedarf bis 2030 noch um 74 Prozent steigt. «Fossile Brennstoffe werden weiter die Triebkraft des Wirtschaftswachstums sein», stellte der Chef des Weltklimasekretariats, Yvo de Boer, bei der Weltklimakonferenz auf Bali am Montag nüchtern fest.

Die USA und China, in absoluten Zahlen die größten Klimasünder der Welt, sind auch die größten Kohleproduzenten und -konsumenten. China fördert im Jahr nach Angaben des Weltkohleverbandes 2,4 Milliarden Tonnen, gefolgt von den USA mit 990 Millionen Tonnen und Indien mit 427 Millionen Tonnen. In den USA, schätzt das Ministerium, wird der Kohleverbrauch bis 2030 um gut 50 Prozent stiegen, in Asien, mit China und Indien, wird er sich sogar mehr als verdoppeln.

«Kohle ist der Motor des Wirtschaftswachstums in aller Welt gewesen und wird in diesem Jahrhundert auch weiter ein wichtiges Element für Energie-Sicherheit, Wirtschaftswachstum, Armutsbekämpfung in vielen Ländern der Erde bleiben», stellte der Chef des Weltkohle- Instituts, Milton Catelin, im Oktober in London fest.

Für die Asiaten ist keine Alternative zur Kohle in Sicht. In Vietnam steigt der Strombedarf jedes Jahr um 15 bis 20 Prozent. Sieben Kohlekraftwerke sind geplant. Die Philippinen wollen mehr Energie aus Kohle produzieren, ebenso Malaysia, Indonesien und Taiwan. In den Schatten gestellt werden diese Pläne allerdings von Indien und China. Beide haben riesige Kohlevorkommen und planen, sie zu nutzen. 200 neue Kohlekraftwerke sind in den nächsten zehn Jahren geplant. China will sogar 500 neue Kraftwerke bauen.



Dichter Rauch steigt aus einem Kohlekraftwerk in Xining in China. Foto: dpa.

Alles kein Problem, sagt der Weltkohleverband. «Saubere Kohle» ist das Zauberwort. Das klimaschädigende Kohlendioxid aus den Abgasen von Kraftwerken könne unter der Erde gespeichert werden. Die Technik steckt jedoch noch in den Kinderschuhen. Der Stromkonzern Vattenfall hat in diesem Jahr im brandenburgischen Spremberg mit dem Bau des weltweit ersten Kohlekraftwerks begonnen, dessen CO2 wieder im Untergrund verschwinden soll. Der größte US-Kohlekraftwerksbetreiber American Electric Power will eine Anlage 2011 in Betrieb nehmen. Die CO2-Emissionen könnten damit um 80 bis 90 Prozent gesenkt werden, sagt der Verband.

Auch Australien, der größte Kohleexporteur der Welt, setzt auf «saubere Kohle». Das Land profitiert vom Asienboom und will auf das lukrative Geschäft nicht verzichten. Der Kohle-Abbau sichert 28 000 Arbeitsplätze. Die gerade gewählte Labor-Regierung mit Premierminister Kevin Rudd ist zwar dem Kyoto-Protokoll beigetreten. Doch setzt auch er auf Kohle. Er hat mehr als 350 Milliarden Euro für die Erforschung «sauberer Kohle» versprochen.

Für Umweltschützer ist der Ausdruck ein Widerspruch an sich. «Der Mythos "saubere Kohle" ist ein Alptraum», stellt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fest. Die Lagerung sei teuer, und für die Mengen an CO2, die gespeichert werden müssten, gebe es gar nicht genügend erforschte Lagerstätten auf der Welt. Vielmehr solle das Geld sofort in erneuerbare Energien investiert werden. Dafür ist aber in den Entwicklungsländern kein Geld vorhanden.

«Indien steht unter Druck in der Klimawandel-Diskussion, aber das lässt die Leute hier völlig kalt», sagt der indische Energieexperte Sudha Mahalingam. «Es funktioniert einfach nicht, ihnen zu sagen: eure Hütten bleiben dunkel, damit ihr frische Luft atmen könnt.» Der indische Ministerpräsident Manmohan Singh hat gerade beim Asien- Gipfel in Singapur klar gemacht, wie er die Sache sieht: erstens müssten die Treibhausgas-Emissionen pro Kopf berechnet werden, und zweitens müsse für jeden Menschen auf der Welt der gleiche Grenzwert gelten. Im Moment produziert jeder Amerikaner statistisch fast 20 Tonnen Emissionen, jeder Inder eine Tonne. (dpa)

Von Christiane Oelrich


WAZ Montag 03.12.2007

Klimaschutz-Konferenz

Die Schatzinsel

Jürgen Polzin




Essen. Wie geht es weiter mit dem globalen Klimaschutz? Auf Bali beginnt die Weltklimakonferenz, die das Fundament für ein neues Abkommen legen soll. Die Zeit drängt, die Positionen liegen weit auseinander.

Mit einer Prise Esoterik wird aus der Weltklimakonferenz, die am Montag auf der indonesischen Insel Bali beginnt, ein außergewöhnliches Arbeitstreffen. Es ist die 13. Konferenz der Klimadiplomaten, und als Ort erwählten die UN die Insel der Götter und Geister. Ein bisschen außer der Reihe sind die großen Umweltkonferenzen tatsächlich. Doch diese hat es in sich.

Auf Bali geht es vor allem um Zeit. 2012 endet das einzige völkerrechtlich verbindliche Klimaschutzabkommen, das Kyoto-Protokoll. Damit keine Lücke im internationalen Klimaschutz entsteht, muss der Vertragstext des neuen Abkommens bis 2009 stehen. Denn um es in Kraft zu setzen, muss es von den Parlamenten der Unterzeichnerstaaten angenommen werden. Das aber kann mitunter Jahre dauern, wie die schwere Geburt des Kyoto-Papiers zeigt. Zeit, die sich die Welt angesichts des schnell fortschreitenden Klimawandels nicht leisten könne, heißt es im jüngsten Weltklimareport.

Mit dem ersten Konferenztag beginnt das große Feilschen auf dem Klimabasar, auf dem sich 130 Energie- und Umweltminister sowie rund 10.000 weitere Teilnehmer tummeln. Doch wer handelt worüber?

Bali: Der Auftrag

Die EU: Laut, aber faul Europa ist der lauteste Händler auf dem Klimabasar. Die EU reist mit einem acht-Punkte-Paket an. Die zentrale Aussage ist das Erreichen des Zwei-Grad-Ziels: Um den Anstieg der Temperaturen in diesem Jahrhundert auf zwei Grad zu beschränken, sollen die Emissionen bis 2050 halbiert werden. Die EU legt vor: Bis 2020 sollen die CO2-Emissionen in Europa um 20 Prozent gesenkt werden. Ziehen andere Industriestaaten mit, will die EU 30 Prozent einsparen. Das Problem Europas ist die Glaubwürdigkeit: Bei den geltenden Kyoto-Vorgaben (minus 8 Prozent) liegt die EU derzeit weit ab vom Kurs.

Deutschland: Weltmeister Deutschland ist Vorreiter. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will mit der Zusage Deutschlands, 40 Prozent CO2 bis 2020 einzusparen, die zaudernden Staaten überzeugen, dass man es ernst meint mit dem Klimaschutz. Am Mittwoch soll das Bundeskabinett Gabriels Gesetzespakt für Klimaschutz und Energieeinsparung verabschiedet werden. Es umfasst 30 Punkte.

USA: Launische Diva

Die USA, derzeit noch weltgrößter Verursacher von CO2-Emissionen, haben Signale ausgesandt, die Verhandlungen über ein Abkommen nicht abzublocken. Doch Amerika, ohne das ein globaler Klimaschutz nicht möglich ist, will die Spielregeln bestimmen: US-Präsident George Bush lehnt verbindliche internationale Ziele ab, setzt auf freiwillige, variable Vorgaben und vor allem auf Technologie. Mitziehen wollen die USA aber nur, wenn auch die Schwellenländer China und Indien Emissionsziele anerkennen.

China und Indien: Begehrt

China wird die USA in 2008 als größter CO2-Verursacher ablösen. Auch Indiens Wirtschaft kennt derzeit kaum Grenzen. Pro Kopf aber verursacht ein Chinese oder ein Inder nur ein Bruchteil der CO2-Menge, die auf das Konto eines EU-Bürgers oder Amerikaners geht. Der Vorschlag Indiens ist: Für jeden Erdbewohner soll eine einheitliche CO2-Menge als Obergrenze festgelegt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekennt sich zu dieser Idee, die Industriestaaten tiefgreifende Veränderungen abverlangt.

Entwicklungsländer: Opfer

Die armen Länder sind nicht Hauptverursacher des Problems, aber am stärksten betroffen. 2001 hatten ihnen Industriestaaten 1,2 Milliarden Euro versprochen, um die Anpassung an den Klimawandel zu bezahlen. Bislang seien gerade einmal 180 Millionen Euro eingezahlt worden, heißt es. Auf Bali will Deutschland 120 Millionen Euro als Zeichen guten Willens auf den Tisch legen, finanziert aus Erlösen des Emissionshandels.

Die Strategie

Der große Klimabasar, auf dem mit der Währung Kohlenstoff gezahlt wird, hat also begonnen. Sigmar Gabriel glaubt weder an die 13 noch an Geister. Er setzt auf Verhandlungsgeschick: „Das Kunststück von Bali ist es, einen konkreten Auftrag zu formulieren, ohne dass China, Indien und die USA gleich zu Beginn der Verhandlungen aussteigen.”


Der Westen.de Montag 03.12.2007

Klimaschutz

Konferenz auf Bali beginnt mit Warnung vor dem Nichtstun

Nusa Dua. Mit einer eindringlichen Warnung vor den Folgen des Nichtstuns hat am Montag in Nusa Dua auf Bali die Weltklimakonferenz begonnen.





Mehr als 10 000 Delegierte aus gut 180 Ländern wollen dort in zwei Wochen den Startschuss für einen Nachfolgevertrag für das Kyoto-Protokoll zur Eindämmung der Treibhausgase geben. Verhandelt wird zuvor über das genaue Mandat und einen Zeitplan. «Diese Konferenz wird mitbestimmen, ob Bali wie andere gefährdete Orte dieser Welt eines Tages ein verlorenes Paradies wird oder nicht», warnte der Chef des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, bei der Eröffnung.

Von wissenschaftlicher Seite aus seien die verheerenden Folgen des Klimawandels drastisch aufgezeigt worden, sagte der indonesische Umweltminister und Konferenzpräsident Rachmat Witoelar. Jetzt müsse gehandelt werden. ««Wir müssen den politischen Willen aufbringen», mahnte er seine Kollegen.

Die Europäische Kommission gab das ehrgeizige Ziel aus, schon auf Bali ein konkretes Reduktionsziel für die klimaschädigenden Treibhausgase festzusetzen. Denkbar sei das Ziel, die Emissionen bis 2050 um 50 Prozent zu senken, sagte der Leiter des Klimawandel- Referats in der Kommission, Arthur Runge-Metzger, in Nusa Dua. «Es wäre sinnvoll, dem Verhandlungsprozess eine Richtung zu geben, aber wir müssen sehen, wie weit wir kommen.» Manche Entwicklungsländer fürchteten allerdings, dass dies ihr Wachstum beeinträchtigen könne. «Es ist klar, dass die Entwicklungsländer ein Recht auf Wachstum haben», sagte Runge-Metzger. Die damit verbundene Wachstumskurve bei den Emissionen müsse aber möglichst niedrig gehalten werden.




Die Umweltorganisation WWF forderte eine einseitige Verpflichtung der Industrieländer zu konkreten Emissionssenkungen. «Die reichen Länder können zeigen, dass es ihnen ernst ist, in dem sie in Bali eine Emissionsverringerung von mindestens 30 Prozent bis 2020 zusagen», sagte WWF-Klimaexperte Stephan Singer. Die EU hatte das in Aussicht gestellt, wenn auch andere Industrieländer mitziehen.

Das Kyoto-Protokoll läuft 2012 aus. Der Anschlussvertrag soll spätestens 2009 unterzeichnet werden, um allen Ländern genügend Zeit für die Ratifizierung zu geben.

Die Umweltorganisation Greenpeace bot vor dem Konferenzzentrum in schwüler Hitze einen Mitarbeiter im Eisbärkostüm auf, der ein fast sieben Meter hohes Plastik-Thermometer auf einer Weltkugel enthüllte. Es soll die Delegierten daran erinnern, dass ein Anstieg der Temperatur um mehr als zwei Grad Celsius verheerende Folgen hätte. «Wir sind hier, um sicherzustellen, dass die Regierungen einen klaren Aktionsplan beschließen, um mit dem Klimawandel fertig zu werden», sagte der Greenpeace-Klimaexperte Gavin Edwards. (dpa)


NRZ Dienstag 04.12.2007

Weltklimagipfel in Bali

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