1.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, bgbl. I nr. 100/2005 idF bgbl. I nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen




Название1.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, bgbl. I nr. 100/2005 idF bgbl. I nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen
страница1/19
Дата20.10.2012
Размер0.81 Mb.
ТипДокументы
  1   2   3   4   5   6   7   8   9   ...   19

21.05.2012beschreibung: beschreibung: rislogo

Gericht

Asylgerichtshof

Entscheidungsdatum

21.05.2012

Geschäftszahl

D19 317721-3/2009

Spruch

D19 317721-3/2009/9E


D19 317722-3/2009/9E


D19 317725-3/2009/8E


D19 317723-3/2009/8E


D19 317724-3/2009/8E


D19 408711-1/2009/7E


IM NAMEN DER REPUBLIK!


1.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, BGBl. I Nr. 100/2005 idF BGBl. I Nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes 1991 (AVG), durch den Richter Mag. Michael SCHWARZGRUBER als Vorsitzender und die Richterin Mag. Natascha GRUBER als Beisitzerin über die Beschwerde von XXXX, StA.: Russische Föderation, vom 27.08.2009 gegen den Bescheid des Bundesasylamtes vom 18.08.2009, Zl. 08 03.752-BAI, zu Recht erkannt:


I. Die Beschwerde wird hinsichtlich Spruchpunkt I. gemäß § 3 Abs. 1 AsylG 2005 abgewiesen.


II. Die Beschwerde wird hinsichtlich Spruchpunkt II. gemäß § 8 Abs. 1 Z 1 AsylG 2005 abgewiesen.


III. Gemäß § 10 Abs. 1 Z 2 AsylG 2005 wird XXXX aus dem österreichischen Bundesgebiet in die Russische Föderation ausgewiesen.


2.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, BGBl. I Nr. 100/2005 idF BGBl. I Nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes 1991 (AVG), durch den Richter Mag. Michael SCHWARZGRUBER als Vorsitzender und die Richterin Mag. Natascha GRUBER als Beisitzerin über die Beschwerde von XXXX auch XXXX auch XXXX auch XXXX, StA.: Russische Föderation, vom 27.08.2009 gegen den Bescheid des Bundesasylamtes vom 18.08.2009, Zl. 08 04.710-BAI, zu Recht erkannt:


I. Die Beschwerde wird hinsichtlich Spruchpunkt I. gemäß § 3 Abs. 1 AsylG 2005 abgewiesen.


II. Die Beschwerde wird hinsichtlich Spruchpunkt II. gemäß § 8 Abs. 1 Z 1 AsylG 2005 abgewiesen.


III. Gemäß § 10 Abs. 1 Z 2 AsylG 2005 wird XXXX auch XXXX auch XXXX auch XXXX aus dem österreichischen Bundesgebiet in die Russische Föderation ausgewiesen.


3.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, BGBl. I Nr. 100/2005 idF BGBl. I Nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes 1991 (AVG), durch den Richter Mag. Michael SCHWARZGRUBER als Vorsitzender und die Richterin Mag. Natascha GRUBER als Beisitzerin über die Beschwerde von XXXX auch XXXX auch XXXX auch XXXX, StA.: Russische Föderation, vom 27.08.2009 gegen den Bescheid des Bundesasylamtes vom 18.08.2009, Zl. 08 04.712-BAI, zu Recht erkannt:


I. Die Beschwerde wird hinsichtlich Spruchpunkt I. gemäß § 3 Abs. 1 AsylG 2005 abgewiesen.


II. Die Beschwerde wird hinsichtlich Spruchpunkt II. gemäß § 8 Abs. 1 Z 1 AsylG 2005 abgewiesen.


III. Gemäß § 10 Abs. 1 Z 2 AsylG 2005 wird XXXX auch XXXX auch XXXX auch XXXX aus dem österreichischen Bundesgebiet in die Russische Föderation ausgewiesen.


4.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, BGBl. I Nr. 100/2005 idF BGBl. I Nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes 1991 (AVG), durch den Richter Mag. Michael SCHWARZGRUBER als Vorsitzender und die Richterin Mag. Natascha GRUBER als Beisitzerin über die Beschwerde von XXXX auch XXXX auch XXXX auch XXXX, StA.: Russische Föderation, vom 27.08.2009 gegen den Bescheid des Bundesasylamtes vom 18.08.2009, Zl. 08 04.711-BAI, zu Recht erkannt:


I. Die Beschwerde wird hinsichtlich Spruchpunkt I. gemäß § 3 Abs. 1 AsylG 2005 abgewiesen.


II. Die Beschwerde wird hinsichtlich Spruchpunkt II. gemäß § 8 Abs. 1 Z 1 AsylG 2005 abgewiesen.


III. Gemäß § 10 Abs. 1 Z 2 AsylG 2005 wird XXXX auch XXXX auch XXXX auch XXXX aus dem österreichischen Bundesgebiet in die Russische Föderation ausgewiesen.


5.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, BGBl. I Nr. 100/2005 idF BGBl. I Nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes 1991 (AVG), durch den Richter Mag. Michael SCHWARZGRUBER als Vorsitzender und die Richterin Mag. Natascha GRUBER als Beisitzerin über die Beschwerde von XXXX auch XXXX auch XXXX, StA.: Russische Föderation, vom 27.08.2009 gegen den Bescheid des Bundesasylamtes vom 18.08.2009, Zl. 08 04.713-BAI, zu Recht erkannt:


I. Die Beschwerde wird hinsichtlich Spruchpunkt I. gemäß § 3 Abs. 1 AsylG 2005 abgewiesen.


II. Die Beschwerde wird hinsichtlich Spruchpunkt II. gemäß § 8 Abs. 1 Z 1 AsylG 2005 abgewiesen.


III. Gemäß § 10 Abs. 1 Z 2 AsylG 2005 wird XXXX auch XXXX auch XXXX aus dem österreichischen Bundesgebiet in die Russische Föderation ausgewiesen.


6.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, BGBl. I Nr. 100/2005 idF BGBl. I Nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes 1991 (AVG), durch den Richter Mag. Michael SCHWARZGRUBER als Vorsitzender und die Richterin Mag. Natascha GRUBER als Beisitzerin über die Beschwerde von XXXX, StA.: Russische Föderation, vom 27.08.2009 gegen den Bescheid des Bundesasylamtes vom 18.08.2009, Zl. 08 12.543-BAI, zu Recht erkannt:


I. Die Beschwerde wird hinsichtlich Spruchpunkt I. gemäß § 3 Abs. 1 AsylG 2005 abgewiesen.


II. Die Beschwerde wird hinsichtlich Spruchpunkt II. gemäß § 8 Abs. 1 Z 1 AsylG 2005 abgewiesen.


III. Gemäß § 10 Abs. 1 Z 2 AsylG 2005 wird XXXX aus dem österreichischen Bundesgebiet in die Russische Föderation ausgewiesen.

Text

Entscheidungsgründe:


Die Beschwerdeführer bringen vor, Staatsangehörige der Russischen Föderation tschetschenischer Volksgruppenzugehörigkeit aus Tschetschenien zu sein. Die Dritt- bis Sechstbeschwerdeführer sind die minderjährigen Kinder des Erst- und der Zweitbeschwerdeführerin. Die Zweitbeschwerdeführerin reiste aus Polen kommend gemeinsam mit den minderjährigen Dritt- bis Fünftbeschwerdeführern am 13.08.2007 illegal in das österreichische Bundesgebiet ein und stellte - nachdem sie bereits am 01.06.2007 in Polen für sich und ihre Kinder Asylanträge gestellt hatte - für sich und die minderjährigen Drittbis Fünftbeschwerdeführer jeweils einen Antrag auf internationalen Schutz. In Folge reiste auch der Erstbeschwerdeführer, nachdem auch er bereits am 01.06.2007 in Polen einen Asylantrag gestellt hatte, am 14.09.2007 illegal nach Österreich ein und stellte am selben Tag ebenfalls einen Antrag auf internationalen Schutz.


Die Zweitbeschwerdeführerin brachte im Rahmen ihrer niederschriftlichen Einvernahme vor dem Bundesasylamt im Beisein einer geeigneten Dolmetscherin der russischen Sprache am 13.08.2007 zu ihren Fluchtgründen befragt vor, dass sie ihr Heimatland verlassen habe, weil man ihren Ehemann zwei oder drei Mal abgeführt habe, den Bruder und ihren Schwiegervater hätten "sie" bereits umgebracht.


Die niederschriftliche Einvernahme des Erstbeschwerdeführers vor dem Bundesasylamt im Besein eines geeigneten Dolmetschers der russischen Sprache am 01.10.2007 in diesem ersten Asylverfahren gestaltete sich im Wesentlichen wie folgt:


"Frage: Leiden Sie an irgendwelchen Krankheiten oder benötigen Sie Medikamente?


Antwort: Einstweilen nicht. Ich stehe auch in keiner Behandlung. Ich habe aber manchmal starke Kopfschmerzen.


Frage: Haben Sie noch andere Beschwerden?


Antwort: Irgendwas ist noch mit meinem Bein. Die Ärzte hier in Österreich sagten mir, dass ich irgendwann einmal eine Operation machen müsste. Die Venen sollten gedehnt werden.


Frage: Sie wurden zu diesem Antrag auf int. Schutz bereits erstbefragt. Sind Ihre bisher hier in Österreich gemachten Angaben richtig?


Antwort: Ja.


Frage: Haben Sie oder Ihre Familienangehörigen jemals einen Antrag auf int. Schutz gestellt?


Antwort: Ich habe in Polen bereits um Asyl angesucht. Als wir hierher fahren wollten, wurden wir in der Straßenbahn in Polen angehalten. Mit wir meine ich meine Ehefrau, meine Kinder und mich. Auch blieben die Pässe bei den polnischen Behörden. Von meiner Familie hat sonst noch niemand einen solchen Antrag gestellt.


Frage: Wie ist Ihr Asylverfahren in Polen ausgegangen?


Antwort: Sie haben uns dort die Fingerabdrücke abgenommen und in ein Lager gebracht. Auch haben wir dort eine Einvernahme gehabt. Bescheide haben wir aber noch nicht bekommen.


Frage: Haben Sie in Österreich, im Bereich der EU, in Norwegen oder in Island Verwandte, zu denen ein finanzielles Abhängigkeitsverhältnis bzw. eine besonders enge Beziehung besteht?


Antwort: Nein. Betreffend meiner hier in Österreich aufhältigen Cousine bzw. den anderen entfernten Verwandten kann ich sagen, dass sie mir zwar geholfen haben, aber der eine ist schon älter und die andere hat 5 Kinder. Finanziell können sie mich nicht unterstützen. Ich bin auch nicht von ihnen abhängig.


Frage: Gibt es noch andere Personen hier in Österreich, von denen Sie abhängig wären oder zu denen ein besonders enges Verhältnis besteht?


Antwort: Nein.


Frage: Haben Sie Dokumente, die Ihre Identität bestätigen?


Antwort: Ich bzw. wir hatten Dokumente, aber ich wurde zweimal festgenommen. Daher sind auch die Dokumente verloren gegangen.


Frage: Haben Sie jemals einen Reisepass besessen?


Antwort: Ja. Als wir das erste Mal herkommen wollten, hatten wir alle Auslandspässe. Ich habe auch noch einen Bürgerpass gehabt. In Polen wurden uns die Auslandpässe abgenommen. Der Bürgerpass verblieb aber bei mir. Meinen Bürgerpass habe ich aber verloren. Zuletzt wollte ich mir in Moskau einen Fahrschein kaufen. Da habe ich ihn dann schon nicht mehr gehabt.


Frage: Verfügen Sie über Barmittel?


Antwort: Nein.


Frage: Sind Sie vorbestraft?


Antwort: Nein, ich bin weder in meinem Herkunftsstaat noch sonst in einem anderen Staat vorbestraft.


Frage: Wann und wie haben Sie Ihren Herkunftsstaat verlassen?


Antwort: Zuerst nahmen wir ein Taxi und fuhren nach XXXX. Da war vor ca. 4 Monaten. Von dort aus fuhren wir dann per Bahn nach Moskau. Dann weiter nach Brest. Von Brest aus wollten wir nach Österreich. Wir wurden dann aber in Polen festgenommen. Wo dies genau in Polen war, weiß ich nicht. Bei der Polizei wurden uns dann die Fingerabdrücke abgenommen. Das letzte Lager dort, wo wir waren, hieß XXXX (Anm. phon.). In Polen waren wir 2 Monate. In dem Lager gab es schlechte Bedingungen. Die Kinder wurden krank und kamen in ein Krankenhaus. Ich habe gehört, dass ich gesucht werde und ich habe mich sehr aufgeregt. Dann habe ich gesagt, dass wir von dort weg müssten. Ich habe beschlossen, dass meine Frau nach Österreich sollte. Ich wollte wieder nach Hause. Ich habe dann Bekannte gebeten, dass sie sie nach Österreich bringen. Ich persönlich fuhr dann nach Hause. Meine Mutter wollte, dass ich wieder hierher fahre. So bin ich wieder gekommen. Wir hatten in XXXX einen Verwandten. Dieser rief einen Bekannten von ihm in der Ukraine an, damit dieser mir hilft, wieder in den Westen zu gelangen. Dieser Bekannte hat dann irgendein Auto angemietet bzw. besorgt. So kam ich dann nach XXXX. Ich reiste mit dem Bus von Zuhause per Bus nach XXXX. Von dort aus dann per Bahn nach Moskau. Von Moskau aus bin ich dann in die Ukraine gereist. Wo ich in der Ukraine war, weiß ich nicht. Ich war an einem Bahnhof. Dort traf ich den Lastwagenfahrer. Mit diesem LKW kam ich dann eben nach XXXX. Von der Ukraine aus weiß ich nicht, über welche Länder ich bis nach XXXX reiste, da das Fahrzeug geschlossen war und ich nicht hinaussehen konnte.


Frage: Warum haben Sie Ihren Herkunftsstaat verlassen?


Antwort: Ich wurde immer wieder verprügelt. Sie kommen immer wieder und machen Überprüfungen und fragen einen aus. Sie machen solche Sachen, wie z.B. sie schieben einem eine Patrone unter und fragen dann, woher man so etwas herhat. Als sie das erste Mal mich mitgenommen haben, haben sie 100.000,-- Rubel für die Freilassung verlangt. Das zweite Mal wurde ich so misshandelt, dass ich an der linken Brustseite, an den Rippen, blaue Flecken hatte und ich wurde am Kopf verletzt. Das dritte Mal wurde ich wieder erwischt und da wollten sie 250.000,-- Rubel. So hat mich dann meine Mutter gebeten, damit ich wegfahren soll, damit ich nicht schon wieder erwischt werde. Mitgenommen haben mich immer Russen und Tschetschenen, welche zusammenarbeiten. Ich habe gehört, dass ihnen der Sold nicht bezahlt werden würde und sie deswegen solche Operationen machen. Sie werden auch nur nach dem bezahlt, wie viele Leute sie festnehmen. So nehmen sie einfach alle Leute mit, damit sie Geld bekommen. So nehmen sie einfach Zivilisten mit und foltern sie.


Frage: Wann wurden Sie mitgenommen?


Antwort: Das letzte Mal war vor 6 Monaten. Das erste Mal war vor ca. 2 oder 3 Jahren. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern.


Frage: Gab es noch weitere Ausreisegründe, insbesonders im Hinblick auf Ihre Religionszugehörigkeit, Volksgruppenzugehörigkeit, politischen Gesinnung oder hatten Sie in Ihrem Herkunftsstaat je Probleme mit der Polizei, dem Militär oder den staatlichen Organen bzw. mit Privatpersonen?


Antwort: Nein, aus diesen Gründen hatte ich überhaupt keine Probleme. Ich hatte nur die Probleme, welche ich bereits genannt habe.


Frage: Was würde mit Ihnen passieren, wenn Sie jetzt in Ihren Herkunftsstaat zurückkehren müssten?


Antwort: Es würde sich sicherlich wieder alles wiederholen. Meine Mutter würde mich anbetteln, dass ich wieder mich in Sicherheit begebe.


Frage: Haben Sie sämtliche Gründe, die Sie veranlasst haben, diesen Antrag auf int. Schutz zu stellen, vollständig geschildert?


Antwort: Ja.


Frage: Wurde Ihnen ausreichend Zeit eingeräumt, Ihre Angaben vollständig und so ausführlich wie Sie es wollten zu machen?


Antwort: Ja.


Frage: Wollen Sie noch etwas angeben, was Ihnen besonders wichtig erscheint?


Antwort: Ich bitte um Hilfe, damit ich hier bleiben kann. Ich denke, dass dies meine letzte Chance ist. Wo soll ich hingehen, wenn ich hier nicht bleiben kann."


Die ersten Anträge der Erst- bis Fünftbeschwerdeführer wurden mit Bescheiden des Bundesasylamtes vom 10.01.2008 gemäß § 5 Abs. 1 AsylG 2005 als unzulässig zurückgewiesen und ausgesprochen, dass Polen gemäß Art. 16 Abs. 1 lit. c Dublin-VO zur Prüfung der Anträge zuständig sei sowie die Erst- bis Fünftbeschwerdeführer gemäß § 10 Abs. 1 Z. 1 AsylG aus dem österreichischen Bundesgebiet nach Polen ausgewiesen und festgestellt, dass demzufolge die Zurückweisung, Zurückschiebung oder Abschiebung der Erst- bis Fünftbeschwerdeführer nach Polen gemäß § 10 Abs. 4 AsylG 2005 zulässig sei. Mit im Instanzenzug ergangenen Bescheiden des Unabhängigen Bundesasylsenates vom 06.03.2008 wurden die gegen diese Bescheide rechtzeitig erhobenen Berufungen gemäß § 5 und § 10 AsylG 2005 abgewiesen. Gegen diese Bescheide des Unabhängigen Bundesasylsenates wurden Beschwerden an den Verwaltungsgerichtshof erhoben.


Der Erstbeschwerdeführer stellte in Folge am 28.04.2008 und die Zweit- bis Fünftbeschwerdeführer am 29.05.2008 die gegenständlichen (zweiten) Anträge auf internationalen Schutz.


Im Rahmen der Erstbefragung durch Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes am 28.04.2008 brachte der Erstbeschwerdeführer zu seinen Fluchtgründen befragt vor, dass seine Verwandten im Bürgerkrieg gekämpft hätten, weshalb er nicht in Ruhe gelassen und zwei Mal mitgenommen worden sei. Der Erstbeschwerdeführer vermute, dass es sich dabei um Kadyrows Leute oder Russen, diese seien maskiert gewesen, gehandelt habe. Das erste Mal sei für seine Entlassung Lösegeld bezahlt worden. Für die zweite Entlassung seien zwei PKW übergeben worden. Die Verfolgung in Tschetschenien habe nicht aufgehört und habe die Mutter des Erstbeschwerdeführers gesagt, dass er zu seiner Halbschwester nach XXXX flüchten solle. Auf die Frage, was der Erstbeschwerdeführer im Falle einer Rückkehr befürchte, gab der Erstbeschwerdeführer an, dass Verwandte mitgenommen, getötet und auf die Straße "geschmissen" würden. Um nicht getötet zu werden, habe der Erstbeschwerdeführer zwei Mal Lösegeld bezahlt. Der Erstbeschwerdeführer sei am Kopf und dem Körper geschlagen worden und habe immer noch einen blauen Fleck auf der linken Seite.
  1   2   3   4   5   6   7   8   9   ...   19

Похожие:

1.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, bgbl. I nr. 100/2005 idF bgbl. I nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen iconDer Asylgerichtshof hat durch den Richter Dr. Steininger als Vorsitzenden und den Richter Dr. Kinzlbauer, LL: M., als Beisitzer über die Beschwerde des XXXX

1.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, bgbl. I nr. 100/2005 idF bgbl. I nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen iconDer Asylgerichtshof hat durch den Richter Dr. Markus steininger als Einzelrichter über die Beschwerde des XXXX, StA. Afghanistan, vertreten durch Mag

1.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, bgbl. I nr. 100/2005 idF bgbl. I nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen iconЗакон Российской Федерации
ФЗ, от 29 декабря 2004 г. №199-фз, от 9 мая 2005 г. №45-фз, от 18 июля 2005 г. №92-фз, от 21 июля 2005 г. №100-фз, от 31 декабря...
1.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, bgbl. I nr. 100/2005 idF bgbl. I nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen iconРешение от 11 ноября 2005 г. N 87
Российской Федерации (далее нк рф) (с учетом изменений, внесенных Федеральными законами от 29. 07. 2004 n 95-фз, от 18. 06. 2005...
1.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, bgbl. I nr. 100/2005 idF bgbl. I nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen iconIntellektuelle, politische Eliten, der Staat und die Nation: Aspekte des Nationenaufbaues und nachnationaler Politik in Österreich

1.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, bgbl. I nr. 100/2005 idF bgbl. I nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen iconAbsolventen des Bachelorstudienganges Medizintechnik sollen grundlegende Methodiken und das aktuelle Wissen der Ingenieurwissenschaften beherrschen und zur

1.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, bgbl. I nr. 100/2005 idF bgbl. I nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen iconПобеды 7 мая 2005 г. Proceedings of the (9th) Scientific Conference on Radiophysics “Faculty age mate of the Victory” May 7, 2005 Нижний Новгород. 2005
Труды (девятой) Научной конференции по радиофизике «Факультет – ровесник Победы». 7 мая 2005 г. /Ред. А. В. Якимов. Нижний Новгород:...
1.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, bgbl. I nr. 100/2005 idF bgbl. I nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen iconЛитература
Аzjukowski W. Dynamics des Äthers// Ideen des exakten Wissens. Wissenschaft und Technik in der Sowjetunion. №2, Stuttgart, 1974....
1.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, bgbl. I nr. 100/2005 idF bgbl. I nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen iconLena war für den Dreh des Opel-Werbespots in Johannesburg und hat euch ein paar Videos und Fotos von ihrer Reise mitgebracht. Schaut selbst!
Отражение процесса определения коммуникативных ролей пользователей немецкоязычного сегмента Интернета
1.) Der Asylgerichtshof hat gemäß § 61 Asylgesetz 2005, bgbl. I nr. 100/2005 idF bgbl. I nr. 38/2011, (AsylG 2005) und § 66 Abs. 4 des Allgemeinen iconZur Bedeutung der antiken ethnographischen und konstitutionellen Berichte über die sogenannten Germanen für die Entstehung und Ausprägung des deutschen

Разместите кнопку на своём сайте:
Библиотека


База данных защищена авторским правом ©lib.znate.ru 2014
обратиться к администрации
Библиотека
Главная страница