Grußbotschaft zur Gedenkveranstaltung für die Opfer der Atombombenabwürfe




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HIROSHIMA TAG 2003

(alle Grußadressen, Stand 7. August 2003)


Maximilian Aichern

Bischof von Linz


Grußbotschaft zur Gedenkveranstaltung
für die Opfer der Atombombenabwürfe



Geschätzte Friedensaktivistinnen und Friedensaktivisten!


Die internationale Friedensbewegung hat im vergangenen Jahr einen von vielen nicht erwarteten Zustrom erlebt. Millionen von Menschen sind weltweit gegen einen Krieg im Irak auf die Straßen gegangen, um für das Leben und gegen den Tod zu demonstrieren. Die Friedensbewegung hat es nicht geschafft, diesen Krieg zu verhindern, letztendlich hat sie jedoch Recht behalten. Der Krieg wurde zwar gewonnen, ein Friede für die Menschen im Irak aber noch lange nicht erreicht.


Wir, denen uns wahrer Friede – Friede um der Menschen willen, nicht um der eigenen Macht und eigener Interessen willen – ein Anliegen ist, haben noch viel zu tun. Unser ganzer Erdball ist auch zu Beginn des 3. Jahrtausends noch immer überzogen von allzu vielen Kriegen und Konflikten. Von den meisten hören wir nicht einmal in den Medien, weil sie weit weg sind und uns nicht unmittelbar berühren. Wir nennen uns zivilisiert und finden vielfach keine anderen Wege als Gewalt, um Konflikte zu „bereinigen“.


Heute, am 6. August, jährt sich abermals der Tag des Atombombenabwurfs auf die japanische Stadt Hiroshima. Jedermann kennt die verheerenden Folgen, welche diese Waffe nach sich gezogen hat. Dennoch werden Atomwaffen laufend weiter entwickelt und produziert. Die meisten Menschen haben sich damit abgefunden, dass es Atommächte gibt. Es wird einigen Ländern zugestanden, Atomwaffen zu besitzen, anderen wird dafür mit Krieg gedroht. Dass der heutige Freund der morgige Feind sein kann, wie gerade auch die jüngere Geschichte gezeigt hat, spielt dabei anscheinend keine Rolle.


Jedem vernünftig denkenden Menschen müsste klar sein, dass echter Friede mit Atomwaffen und Massenvernichtungswaffen – wenn auch „nur“ als Abschreckung – nicht erreicht werden kann.


Die Worte Jesu „Liebt eure Feinde, tut denen Gutes, die euch hassen“ (Lk. 6,27) klingen für viele Ohren gefährlich, sie sind jedoch die einzige Lösung, damit Friede unter uns Menschen Wirklichkeit werden kann.


Mit besten Segenswünschen grüßt in Wertschätzung Ihres Friedensengagements


+ Maximilian Aichern, Bischof von Linz


Tadatoshi Akiba

Mayor of Hiroshima


Message


I am sending this message in appreciation and support of Hiroshima Group Vienna’s event to mourn the tragedy of the atomic bombing of Hiroshima.


Since our devastation by atomic bombing 58 years ago, we have continuously appealed for the abolition of nuclear weapons and the creation of lasting peace. We are deeply concerned that despite the desire for peace of so many around the world, massive nuclear weapons remain at the ready and the cycle of hatred, violence, and revenge seems firmly entrenched.


We are borrowing the Earth we live on for but a few moments from future generations. The common responsibility of humans to them is to create a bright future for the children living now. At a minimum, we must protect their lives and give them a safe environment. The leaders of the world must heed the memories, the voices, and the prayers of Hiroshima and Nagasaki; to develop the strong will to abolish nuclear weapons; to have the courage to value reconciliation and humanity; and strive continuously to create a genuinely peaceful world community.


We hope that there will be many “Hiroshima Days” held around the world on August 6, that these events will bolster the movement for the abolition of nuclear weapons. It is quite meaningful that many people attend Vienna City’s commemorative event each year, and I must commend each person involved in the effort. I have no doubt that you will continue to join with us in working to make the 21st century one of peace and humanity.


I close with wishes for the continued development of your city and your good health.


August 6, 2003


Tadatoshi Akiba

Mayor of Hiroshima


Aktion Kritisches Christentum (AKC)


GRUSSWORT zum HIROSHIMA-TAG


Die Gedenktage für die Opfer der ersten und bisher einzigen Atombomben-Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki haben in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Wenige Monate nach dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak, bei dessen Vorbereitung auch offen über den möglichen Einsatz von Atomwaffen gesprochen wurde, sollen uns die Namen der beiden japanischen Städte wieder einmal bewusst machen, welch verheerende Folgen für Menschen und Umwelt atomare und andere Massenvernichtungsmittel haben. Aus diesem Grunde unterstützt die AKC - wie auch in den vergangenen Jahren - die Aktionen der Wiener Friedensbewegung und der Hiroshima-Gruppe, die ein wichtiger Beitrag zur öffentlichen Bewusstseinsbildung über die nach wie vor bestehende atomare Bedrohung sowie über die Notwendigkeit der Ächtung und Eliminierung von atomaren, biologischen und chemischen Massenvernichtungsmitteln sind.


Heidi Ambrosch

KPÖ


Grußbotschaft zum Hiroshima-Gedenken 2003


Auch heuer denken wir am Hiroshima-Tag an die Menschen, die unter Krieg und Terror leiden, auch heuer gedenken wir der Toten der Angriffskriege auf Jugoslawien, Afghanistan, den Irak, gedenken wir der Menschen in Palästina, die unter der andauernden Besatzungspolitik leiden.


Am 15. Februar dieses Jahres haben in über 600 Städten auf fünf Kontinenten über 15 Millionen Menschen ein klares Zeichen gegen imperialistische Herrschaft und Aggression gesetzt haben. Den Krieg konnten wir nicht verhindern, aber die jüngsten Entwicklungen lassen hoffen, dass der Kriegstreiber Blair nicht mehr all zu lange in Downing Street residieren wird.


Hoffnung gibt mir auch, dass über 1.500 Menschen beim 1. Österreichischen Socialforum in Hallein 4 Tage lang über Alternativen diskutiert haben. In der Abschlusserklärung heißt es: "Ausgehend von der Überzeugung, dass die Menschen und nicht die Profite zählen, setzen wir uns für eine neue ökonomische Ordnung ein: anstelle von Arbeitslosigkeit, Arbeitszwang, Ausbeutung, Zerstörung der Umwelt und Sexismus muss eine neue Qualität des Lebens, der Arbeits- und Einkommensverteilung und der Beschäftigung treten."


Neutralität verlangt aktiv an nicht-militärischen Konfliktlösungen zu arbeiten statt sich unter Einsatz von Milliarden Euro an der Militarisierung der EU zu beteiligen, wie es die österreichische Bundesregierung tut. Auch der Ankauf von Abfangjägern ist ein Schritt in die entgegengesetzte Richtung.


Es gibt keinen gerechten Krieg! Menschenrechte können nicht herbei gebombt werden. Eine sichere Welt wird es nur geben, wenn das Prinzip der Gewaltfreiheit die internationalen Beziehungen bestimmt, wenn soziale Gerechtigkeit und Entwicklungschancen für alle Menschen dieser Welt garantiert sind, wenn die Unsummen, die in die Hochrüstung fließen, wenn der unglaubliche Reichtum dieser Welt für diese Ziele, für eine andere Welt eingesetzt wird.


Nein zum Krieg und nein zur neoliberalen Globalisierung, deren Folgen Ausgrenzung, Krieg und Terror sind. Das kapitalistische System hat keine Fehler, es ist der Fehler.


Rudi Anschober
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